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Animal Crossing New Leaf

animal crossing new leaf
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Könnte mir Nintendo auch ein Stück Pappe mit der Aufschrift ‚Nintendo‘ verkaufen? Natürlich! Kaum eine Firma in diesem Sonnensystem liebe ich mehr für ihre Produkte. Dennoch nagt das Alter an mir. Videospiele fesseln mich immer seltener an den Fernseher. Rennspiele wirken für mich oftmals nur noch wie ein weiterer Aufguss von Need For Speed 3. Animal Crossing New Leaf ist dagegen anders. Warum?

Spiele sind heutzutage sehr berechenbar geworden. Meistens hat man ein schon bekanntes Franchise und an verschiedenen Stellschrauben wurde gedreht. Mehr Polygone für die Grafik, bessere Animation und noch mehr Anbindung des Spiels ans Internet. Trotzdem machen die Spiele deswegen oftmals nicht mehr Spaß. Vielmehr langeweilen mich Spiele zunehmend. Ich treffe dort selten neue Ideen, fesselnde Geschichten, oder gar vollkommen neue Spielkonzepte. Animal Crossing New Leaf dagegen fesselt mich nun endlos an den 3DS-Handheld von Nintendo. Es ist einfach ein grandioses Spielerlebnis und bricht nicht nur in Japan alle Verkaufsrekorde. Selbst die Aktie von Nintendo hat nach sehr guten Verkaufszahlen in den USA wieder angezogen. Animal Crossing New Leaf ist einfach ein Meisterstück von Nintendo und im Endeffekt total simpel.

Die Schwierigkeit?
Man kann es gar nicht so leicht beschreiben. Warum macht mich das Spiel so süchtig? Warum spiele ich mitten in der Nacht noch zwanzig Minuten? Muss jeden Tag mindestens einmal den 3DS starten und nach meiner kleinen Stadt schauen? Die Konsole unbedingt in die Stadt mitnehmen? Das ist wirklich keine leichte Erklärung. Es ist sogar noch schlimmer. Das Spiel hat im Endeffekt überhaupt kein Ziel. Es ist auch kinderleicht und der Schwierigkeitsgrad liegt unter Null. Vielmehr erzeugt das Spiel eine endlose Bindung zwischen mir und der Spielewelt. Also worum geht es im Spiel überhaupt?

Vergleichbar ist Animal Crossing New Leaf wohl mit ‚Die SIMS‘. Es handelt sich um eine Simulation. Mein kleiner Charakter wird durch Zufall Bürgermeister einer kleinen Gemeinde und muss sich fortan um die Entwicklung der Stadt kümmern. Natürlich muss man dazu Geld in Form von ‚Sternis‘ sammeln. Dieses Prinzip ist momentan im Mobile-Sektor sehr beliebt. Spielwährung sammeln und gegen Objekte eintauschen. Nur zieht mich Nintendo hier als Kunden und Spieler nicht über den Tisch. Beim iPhone und den Spielen dort soll ich permanent für 3,99€ neue Credits kaufen. Bei Animal Crossing New Leaf kaufe ich das Spiel einmal und spiele einfach die Inhalte frei, oder tausche sie mit befreundeten Spielern aus. Das Spiel hat einen enormen Sozialaspekt. Nur wie bekomme ich die Sternis? Ich muss zum Beispiel mit einem Kescher Insekten fangen. Früchte pflücken, Fossilien ausgraben, Geschenke verkaufen, oder Fische angeln. Komplett simple Aktionen und noch einfacher ausgeführt. Meist rennt man einfach durch sein Dorf und findet immer und überall wieder Insekten und Gegenstände. Es ist kinderleicht.

Natürlich gibt es in dem Dorf auch Shops und eine persönliche Sekretärin führt den Spieler sehr lange in das Spiel ein. Man spielt vor allem nicht endlose Stunden am Stück. Das Spiel ist nicht auf diese Art von Entwicklung ausgelegt. Vielmehr spielt man jeden Tag. Es gibt Tag und Nacht. Baue ich einen Springbrunnen für meine Bewohner, so wird eben jenes Bauwerk erst am nächsten Tag fertig. Manche Fischarten kann ich nur bei Nacht fangen und es gibt sogar Jahreszeiten. Animal Crossing New Leaf spielt man nicht in einer Woche durch. Vielmehr begleitet den Spieler diese Welt immer virtuell. Ich kümmere mich täglich um dieses Dorf. Ich bin Bürgermeister und muss mich natürlich um die Nöte und Wünsche meiner Bewohner kümmern. Immer wieder mit ihnen reden und ihnen Wünsche erfüllen. Mal wollen sie ein besonderes Insekt und im nächsten Moment laden sich mich in die Stube ein. Natürlich bekommt man für erbrachte Wünsche dann auch widerum Geschenke. Diese Geschenke sind am Ende sogar der Hauptzweck des Spiels.

Was ist das Ziel von Animal Crossing New Leaf? Mein Haus! Zu Beginn startet der Spieler in einem einfachen Zelt. Die Zukunft? Natürlich ein eigenes Haus. Mehrere Etagen, Keller und lauter verrückte Möbelstücke. Ich kann mir mit dem Touchpad sogar eigene Muster für die Tapete an der Wand kreiren. Natürlich kann ich diese Muster auch auf Hemden und Kleider packen und sie mit Bewohnern und Freunden tauschen. Das macht einfach ungeheuer Spaß. Es ist meine Welt und Nintendo arbeitet hier auch mit psychologischen Tricks. Man redet natürlich oft die Tiere in der Stadt an. Die Bewohner sind natürlich dem Titel nach allesamt lustige Tiergestalten. Irgendwann gefällt ihnen die normale Anrede nicht mehr. So fragen sie den Spieler nach einer cooleren Anrede. Der Effekt? Man personalisiert das Spiel und die virtuelle Umwelt darin immer mehr. Man malt die Stadtflagge, läuft in eigenen Designs durch das Dorf und tauscht das eigene Tapetendesign mit Freunden.

Nur warum nehme ich die Konsole nun auch noch extra mit durch die Stadt? Der 3DS und Animal Crossing New Leaf tauschen die eigenen Daten mit anderen Spielern drahtlos über die Streetpass-Funktion aus. Nach einem Stadtbummel durch München erhalte ich somit im Musterdorf Zugang zu anderen Designs und Musterhäusern von anderen Spielern. Ich kann deren Möbel bestellen und für Sternis kaufen. Somit kann ich mir permanent gegen die Spielwährung neue Gegenstände für meine digitale Bleibe kaufen. Das Spiel ist damit jeden Tag neu. Dieses Spielprinzip erinnert ein wenig an die Tamagotchis aus den 90ern. Nur ist das Erlebnis viel reicher. Es ist kein virtuelles Tier mehr. Es ist ein ganzes Dorf und ich kann Dörfer per Zug von anderen Spielern besuchen. Mit ihnen reden, chatten und spielen. Fehlt nur noch Hollywood. Hollywood? Nur Nintendo kann mit einfachsten Mitteln und tollen Ohrwürmern jenen Glanz in einem Spiel erzeugen. Nintendo ist hier wie Disney für Computerspielewelten. Dieses Spiel hat den typischen Nintendo-Charme. Lauter hübsch designte Gegenstände, niedliche Tiere und tolle Animationen. Es ist keine Highend-Ultra-Mega-Bombast-Grafik. Vielmehr ist es niedlich! Unbeschreiblich schön und die Musik ein wahrer Knaller. Man vergisst vollkommen die Zeit und verbringt Stunden in seinem Dorf.

Bin ich zu alt für Videospiele? Animal Crossing New Leaf hat mir dank Nintendo wieder einmal das Gegenteil bewiesen. Danke!

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Rob Vegas

Bügerlich als Robert Michel unterwegs. Seit 2003 als "Rob Vegas" aktiv im Web. Vorher nur bei Napster mit ISDN-Flatrate. Kenne noch Disketten. Blogger, Social Media Manager, Autor und Moderator. Twittere unter @robvegas nebenbei als falscher Harald Schmidt unter @bonitotv. Aktiv für verschiedene Marken als Social Media Manager und ein großer Fan von Nintendo, Coca Cola und HUAWEI Smartphones. Mein Profil bei LinkedIn. Das Buch "Ich, Harald Schmidt" bei amazon. Die BuzzFabrik. Kontaktdaten .

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