Rob Vegas
Rob Vegas @robvegasgestern

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Die Wahrheit über YouTube

Vor kurzem hat Google dem Branchenprimus in Sachen Internetvideo ein Update gegönnt und so findet man auf YouTube nun auch ganze TV-Shows und Filme. Doch wie sieht es mit den nicht-kommerziellen Anbietern aus? Wie funktioniert YouTube eigentlich?

Seit einigen Monaten bin ich nun bei YouTube und empfinde die Plattform als sehr komfortabel. Doch wie generiert man Stammzuschauer, lenkt die Aufmerksamkeit auf die eigenen Videos und gewinnt an Reichweite? Ich will dazu ein paar Verbreitungswege analysieren.

Twitter

Der Kurznachrichtendienst kann Meldungen in einer bisher nicht geahnten Geschwindigkeit bis in die letzte Ecke unseres Planeten befördern. Vorrausgesetzt das Twittervolk macht mit und empfindet den Inhalt als relevant für einen „Retweet“. Ich als Showmaster 2.0 nutze Twitter daher als ersten Kanal. Ist die Show fertig, so wird der Link in meinem Twitterprofil veröffentlicht. Fans, Leser und Verfolger klicken sich rein und mein Applaus ist die Zitierung des Links an die eigenen Verfolger.
Hier entsteht für einen kurzen Zeitraum eine große Aufmerksamkeit und die ersten paar hundert Menschen werden sofort auf den Inhalt bei YouTube aufmerksam. Das Interesse lässt aber schnell wieder nach, weil Twitter schnell ist und neue Inhalte und Meldungen ebenfalls ihren Platz suchen. Im Twitterprofil von mir gibt es daher 70% der Gags aus der Sendung schon vor ihrem Start. Das schafft einen eigenen Stil und bindet die Zuschauer an die Show. Den ganzen Wahnsinn gibt es dagegen nur in der kompletten Sendung. Das reicht aber auch bei 4000 Verfolgern nicht für eine große Reichweite, weil User lieber Texte und Bilder anklicken als ganze Videos.

Facebook

Natürlich wird die Show auch bei Facebook gepostet. Die meisten „Freunde“ dort sind aber auch schon Verfolger des eigenen Twitterprofils und daher kann man hier die Zugriffszahlen kaum weiter maximieren. Facebook zieht seinen größten Nutzen aus der Verknüpfung mit Twitter. Hier kann man bestenfalls durch eine eigene Gruppe ein gewisses Publikum binden. Dieses kommentiert dann den veröffentlichten Link auf Facebook und nicht direkt den Inhalt bei YouTube. Dort wären Kommentare für ein besseres Ranking weitaus nützlicher. Insofern taugt Facebook nicht wirklich für die Steigerung der Reichweite. Es ist das modernste Freundesnetzwerk, aber Spiele, Nachrichten und die Kommunikation untereinander sind hier deutlich wichtiger als Videos.

MySpace

Manche loben MySpace als großes Portal mit enormen Möglichkeiten für junge Bands und Künstler. Im Grunde ist es aber die größte und hässlichste Ansammlung von Profilen die kein Mensch braucht. Facebook ist im Gegensatz zu MySpace deutlich komfortabler, umfangreicher und wie beschrieben in Punkto Verbreitung Twitter doch unterlegen.

Webseite

Die eigene Webseite/Blog gewinnt auf lange Sicht an Bedeutung. Sie kann aber keine spontane Aufmerksamkeit erzeugen, sondern ist mehr die Heimat eines Inhalts. Hier gibt es Hintergrundinformationen, Artikel wie diesen hier und natürlich ein Archiv mit allen Inhalten. Je bekannter die Netzgestalt, umso mehr Leute wollen sich via Google über die Person informieren. Verlinkte Blogeinträge bringen den Fokus meist auf den Text anstatt auf die Videos. Lediglich bei großen Internetseiten wie Spiegel Online und attraktiven Funblogs mit hunderten lustiger Videos kann hier eine relevante Verbreitung stattfinden. Ohne Spiegel Online ist Ehrensenf ziemlich hilflos. Auf Seite 18 bei T-Online versteckt aufzutauchen bringt meist auch keine Zuschauer. Doch eine eigene und gut gemachte Webseite ist auf lange Sicht extrem wichtig. Sie gewinnt an Attraktivität und Dinge wie Werbung etc. lassen sich unter dem eigenen Dach besser und vollkommen unabhängig realisieren.

YouTube

Hier wird der Inhalt hochgeladen, eine eigene Kanalseite wächst mit jedem Video und alle Welt erhofft sich Zugriffe. Doch wie sieht die Realität aus? Niemanden interessiert Dein neues Video. Warum auch? YouTube ist in erster Linie eine Video-Suchmaschine. Warum sollten Menschen also nach Deinem Video suchen? Hier spielt nur die persönliche Bekanntheit eine Rolle. Ein Grund warum ich am Anfang immer Shows zu aktuellen Themen produziert habe. Menschen suchen nach Videos zur Schweinegrippe! Insofern gewinnt das Video durch das allgemeine Interesse der Internetnutzer an Qualität in den Suchergebnissen. Die Klickzahlen sind deutlich höher, die Diskussion unter dem Video nimmt zu und im besten Fall klicken sich einige Nutzer durch das Gesamtwerk des Machers.

Um auf YouTube aber langfrisitig Reichweite zu generieren reichen aktuelle Themen nicht aus. Das Internet ist zu schnell und Menschen brauchen regelmäßig Inhalte. Niemand wartet auf Dich! Daher der Wechsel zu einem wöchentlichen Rythmus und dem Aufruf zum Abo des Kanals direkt in der Show.

Gefällt nämlich YouTube-Nutzern der Inhalt und werden sie direkt zum „Abonnieren“ des Kanals aufgerufen, so steigen die Abozahlen merklich. YouTube-Künstler leben durch die Abos. Kann Twitter eine anfängliche Neugier erzeugen, so liefert das Abosystem das neue Video an alle Abonnenten aus. Egal wann sie das nächste Mal online gehen, so werden sie Deinen Inhalt direkt auf der Startseite sehen und dank dem Vertrauen aus dem letzten Video wieder einschalten. Die höchsten Zugriffszahlen erreichen auf YouTube und besonders in Deutschland nur Nutzer mit enormen Abonnentenzahlen. Hierdurch kommt man in die Charts, erhält Kommentare von treuen Zuschauern und kann so innerhalb der Plattform seinen Kanal aufbauen. Übrigens auch ein Grund warum man immer wieder Kanäle auf der Videoplattform mit hohen Zugriffszahlen entdeckt, obgleich sie sonst keine große Präsenz im Netz durch eine eigene Seite haben.

Blogs

Mit Zensi, Zensa, Zensursula haben ich und Oliver Kels nun fast eine halbe Million Zuschauer auf YouTube erreicht. Wie konnte das ohne Abonnenten auf seinem Kanal passieren? Wir haben sehr aktuell und zeitnah zu einem großen Netzthema ein Musikvideo produziert. Durch den medialen Hype um die Internetzensur war somit ein enormes Interesse schon vorhanden und zahlreiche Blogger ebenfalls in die Diskussion eingebunden. Musik zieht schneller als ein Wortbeitrag und durch die vielen verlinkenden Blogs und Twitter konnte somit in kürzester Zeit ein Hype ohne die Hilfsmittel von YouTube entstehen. Presseberichte, Radio und Co. verstärkten das Interesse an dem Suchbegriff und somit ist in Kürze eine halbe Million Zuschauer erreicht. Das Wort „Hype“ ist aber enorm wichtig bei dieser Beschreibung. Mit einem regelmäßigen Inhalt in keinster Weise vergleichbar.

Deutschland

Bei Zahlen und Zuschauern steht Deutschland immer noch nicht sehr weit vorn. Alles über 1000 Zuschauer hat eine Relevanz, 5000 Views auf YouTube sind beachtlich und ab 10.000 Zuschauern muss man schon fast von einem Durchbruch sprechen. Hier spielen in Deutschland meist schon verlinkende Portale und die Presse eine Rolle. Zahlen darüber sind dagegen fast schon ein Hype. Dummerweise ist für die Produzenten eines Hypes eben jener oft nicht vermarktbar. Aber das ist schon wieder eine andere Geschichte.

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Rob Vegas

Bügerlich als Robert Michel unterwegs. Seit 2003 als "Rob Vegas" aktiv im Web. Vorher nur bei Napster mit ISDN-Flatrate. Kenne noch Disketten. Blogger, Social Media Manager, Autor und Moderator. Twittere unter @robvegas nebenbei als falscher Harald Schmidt unter @bonitotv. Aktiv für verschiedene Marken als Social Media Manager und ein großer Fan von Nintendo, Coca Cola und HUAWEI Smartphones. Mein Profil bei LinkedIn. Das Buch "Ich, Harald Schmidt" bei amazon. Die BuzzFabrik. Kontaktdaten .

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