Social Media – Video ist nur ein Container für Informationen

Video für Social Media
Video für Social Media

Noch immer denken viele Unternehmen beim Thema “Video” an sehr hohe Kosten. In den Köpfen der Menschen ist der Begriff oft fest mit einem kompletten Filmteam und Redakteuren verknüpft. Dabei hat sich die digitale Welt stark verändert. Mittlerweile ist Video nur noch ein Container für Informationen. So kann man noch immer sehr teure Videos produzieren, oder auch sehr schnell dutzende Videos günstig raushauen.

Der Tonmann ist mittlerweile Luxus

Bei Produktionen brauchte es vor einigen Jahren noch richtig Personal. Kameramann, Redakteur, Moderator, Maske, Moderator und die üblichen Verdächtigen drum herum. YouTuber gingen dann alleine los und halfen sich mit kleinen Gadgets. Das hat auch die TV-Welt stark beeinflusst. Mittlerweile müssen sich Journalisten selbst filmen und den Ton selbst prüfen. Mittlerweile muss der Kameramann meist auch den Ton checken und rückwärts ohne Hilfestellung laufen. Darüber kann man sich beschweren und aufregen, aber es hat sich einfach verändert. Agenturen sparen so heutzutage sehr viel Geld, denn man kann “Video” vergleichsweise günstig produzieren. Es braucht dazu nicht einmal mehr teures TV-Equipment und selbst für Smartphones gibt es schon günstige Gimballs.

Es muss gar kein Livebild sein

Das ist nur eine Entwicklung beim Thema. Viele Unternehmen und Agenturen kennen diese Entwicklungen und dennoch braucht es viel Zeit für Videos. Man muss Drehs planen, Statisten besorgen und am Ende sollte auch noch das Wetter mitspielen. Video ist für Kunden noch immer das Sahnehäubchen. Ein Video für Social Media ist teuer, Luxus und dazu kommt noch ein langer Abstimmungsprozess mit dem Kunden. Man braucht morgen das Video? Unmöglich. Ein Video zu einer aktuellen Meldung? Das geht nicht. Das ist so aber nicht mehr richtig, denn Video ist immer mehr zu einem Container für beliebige Informationen mutiert. Ich nenne es hier “Container”, weil die verschiedenen Dateiformate bei Video oft auch als Containerformate bezeichnet werden. Der Begriff passt gleichzeitig aber heute auch zum Inhalte. In einen Schiffscontainer passen allerlei Waren. Es braucht oft keinen klassischen Moderator mehr. Es braucht nicht einmal eine Kamera. Wir können heute aus Fotos und Texteffekten sehr schnell ansehnliche Videos zaubern. Über neunzig Prozent der Nutzer in den sozialen Netzwerken verzichten bei der Ansicht sowieso auf den Ton, weil man halt nicht gleich die ganze S-Bahn mit seinem Medieninhalt beschallen möchte. Gerade Texteinblendungen funktionieren daher sehr gut beim Publikum.

Der klassische Artikel als Video

Die meisten User lieben es mundgerecht. So wenig Klicks wie möglich und viel Komfort. Ich hätte zum Beispiel einen langen Bericht zum Thema “Cambridge Analytica” verfassen können. Allerdings hätte man den Artikel anklicken, scrollen, lesen und dazu den Browser öffnen müssen. Als Videoinhalt mit ein paar passenden Fotos und Einblendungen wird schnell ein “leichter Videoinhalt” daraus.

Zwar sollte man sich im Video dann auf Kernaussagen beschränken und es kurz und knackig halten, aber selbst Spiegel Online bietet mittlerweile die Kurzversion zu langen Artikeln ganz unten im Artikel an. Video kann also auch ein Artikel sein. Video kann ein lustiger Spruch von nur ein paar Sekunden sein, eine Insta-Story, ein Moment, ein Satz in die Kamera am Smartphone. Die Social Networks lieben allein schon das Format und der Algorithmus spielt es weiter nach oben in die Timelines der Nutzer. Insofern ist die Annahme oft einfach falsch, dass Videos ein Luxus und teuer sein müssen. Es kommt einfach auf die eigene Strategie an. Was will ich mit meinen Videos bezwecken? Sollen sie lange für sich selbst stehen? Soll ein Video ein aufwendig produziertes Viral sein? Will ich einfach mit dem Format mehr organische Reichweite erreichen? Will ich Video in meinen Social Media Mix mit aufnehmen und so dem Nutzer mehr Abwechslung bieten? Beschäftigt man sich mit dem Thema mehr, so kann man den Container heute auf dutzende Weisen einsetzen und die Produktion ist sehr viel einfacher und schneller geworden. Mitunter braucht es nur noch ein Intro/Outro, eine Vorlage mit Dropzones für Fotos und der Text muss geändert werden. Schon geht ein neues Video als Inhalt live. Mittlerweile produzieren wir hier öfter “Die besten Tweets” nicht mehr nur als Sammlung für das Blog, sondern es geht auch als Video live. Werden die Artikel hier im Blog zu einem Tatort dann ca. 300x angeklickt, so erreicht ein Video zum gleichen Hashtag allein bei twitter mehr als 5000 Abrufe. Obendrein können wir es aber auch noch als eigenen Inhalt bei Facebook und Instagram spielen. Was ist nun besser? Der Klick auf die eigene Seite, oder das Video direkt in den sozialen Netzwerken?

Die Vorlage ist die große Arbeit

Die Monetarisierung ist gerade bei kurzen Videos noch nicht einfach. Bei einem 60 Sekunden Video wird man sich ungern einen 20 Sekunden Werbeclip ansehen wollen. Das ist für den Moment aber auch herzlich egal, denn ein Video kostet bei einer guten Vorlage oft nicht viel mehr Zeit als die Erstellung von ein paar Grafiken. Es braucht nur ein gutes Verständnis für den Umgang mit Tools wie Adobe After Affects und Apple Motion. Dazu benötigt man Inhalte wie Fotos. Hier kann man auf Gratis-Bilderdatenbanken wie Pixabay zurückgreifen, oder kauft sich sogar einzelne Videos ein. Mitunter haben Unternehmen aber sowieso einen Zugang zu Getty und Co. und sich berechtigt dazu diese Inhalte auch für Videos zu nutzen. Insofern sollte man sich mehr Gedanken zum Thema “Video” machen. Mit den richtigen Tools kann man heute sehr günstig Videoinhalte schnell ausliefern. Es lohnt sich.

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Rob Vegas

Seit 2003 aktiv im Web. Vorher nur bei Napster mit ISDN-Flatrate. Kenne noch Disketten. Blogger, Autor und Moderator. Twittere nebenbei als falscher Harald Schmidt unter @bonitotv. Führe wichtige Telefonate noch per Festnetz.

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