Assassin’s Creed Rogue: Remastered im Test

Assassin's Creed Rogue: Remastered
© Ubisoft

Ahoi, Ihr Landratten! Im grafisch überarbeiteten “Assassin’s Creed Rogue: Remastered” wechseln wir die Seiten und stechen als Templer in die raue See. Ob nach dem gelungenen ägyptischen Abenteuer der Abstecher in Nordamerika noch immer rockt, haben wir euch getestet.

Seitenwechsel

In Zeiten von mehr oder minder gefragten Remastereds, gibt es neben heiß erwarteten wie zuletzt “Burnout Paradise Remastered” auch eher gewollte Releases. Sei es, um eine Reihe wieder in Gespräch zu bringen oder der beliebte Weg damit nochmals Kasse zu machen. “Assassins Creed Rogue” sticht hier jedoch heraus. Gerade, weil der Titel eher ungünstig zwischen AC: 3 und “Black Flag” veröffentlicht wurden. Dazu ausschließlich für die Last-Gen Konsolen. Einerseits löblich solch einen Abschluss zu wählen, dennoch blöd für Spieler ohne PS3 oder Xbox 360. Aber egal, Ubisoft nahm sich ein Herz und wollte nach der “Ezio Collection” ebenfalls für die aktuelle Konsolen-Generation auch das Templer-Abenteuer von Shay Patrick Cormac. Dieser ist Assassine. Kaum überraschend, aber anders als sonst, kommt dieser schnell ins Grübeln. Sind die Taten der Bruderschaft wirklich so ehrenhaft?

Während sich damals Spieler im historischen Paris zu Zeiten der französischen Revolution aufhielten, bekommt Cormac nach einigen fragwürdigen Situationen, Zweifel und schloss sich den Templern an. Diese Prämisse ist in sofern spannend, da wir erstmals als Templer unterwegs sind. Regelmäßig wollen uns frühere Assassinen-Kollegen niedermeucheln. Ähnlich wie in “Black Flag” reisen per Schiff samt Crew durch das eisige Meer. Im weiteren Verlauf entdecken wir größere Städte wie New York oder auch Albany. Allesamt wunderbar atmosphärisch aufgearbeitet. Kommt nicht von ungefähr – Ubisoft Sofia entwickelte alleine diesen Teil und geizte nicht mit spannender Inszenierung. Die Handlung ist mit 10-12 Stunden Spielzeit spannend gehalten. Historische Persönlichkeiten wie Benjamin Franklin sind elegant eingebunden, mit ihm führen wir eins seiner Wetterexperimente durch. In erster Linie will “Rogue” die Lücken zwischen Teil 3 und “Black Flag” füllen, so lernen wir den ersten Maat Adéwale kennen und funktioniert auch eigenständiger Titel hervorragend. Auch ist die Story wendungsreicher. Ubisoft-typisch ist die Open World mit Sammelgegenständen und anderen Symbolen vollgestopft. Aussichtspunkte schalten Teile der Karte frei etc. Wir sind froh, dass die Entwickler mit “Origins” oder dem kommenden “Far Cry 5” innovativere Wege gehen.

Technisch ließ sich Ubisoft Sofia nicht lumpen und frischte den Titel gehörig auf. Zum kontrastreichen Bild gesellen sich nun deutlich schärfere Texturen und auffallender Bugs wie Tearing sowie ploppende Objekte treten nur noch vereinzelt auf. Zumal die erhöhte Weitsicht und verbesserten Lichteffekte doch einiges ausmachen. Was jedoch leider gar nicht verbessert wurde, ist die Steuerung. Ein altbekanntes Problem der Reihe. In “Origins” besser mit verschiedenen Tastenbelegungen gelöst, wiegt bei “Rogue” das Problem schwerer. Springen/Klettern liegt hier auf einer Taste. So ist es leider öfters passiert, dass wir einen Vorsprung erreichen wollten, aber im Abgrund gelandet sind. Ärgerlich! Das Kampfsystem könnte für passionierte Blocker nicht einfacher sein. Gegner warten Attacken ab, bis wir die durchaus ansehnliche Finishing-Animation abspulen. Auf Xbox One und PS4 werden stabille 30fps bei 1080p gehalten.

Assassin's Creed Rogue Remastered - [PlayStation 4]
13 Bewertungen

Unser Fazit zu “Assassin’s Creed Rogue: Remastered”

Eisschollen zerschellen, wenn die “Morrigan” durch sie wie Watte streift. Es war von Ubisoft eine gute Idee “Rogue” für die aktuellen Konsolen nochmal aufgefrischt zu veröffentlichen. Das Abenteuer von Cormac ist atemlos erzählt und bietet viele Querweise auf frühere Teile. Grafisch deutlich schöner, dämpft nur die ewig hakelige Steuerung den Spielspaß. Über die…nun ja Gegenwarts-Handlung mit ihren reichlich klischeehaften Figuren legen wir lieber den Mantel des Schweigens. Trotzdem sollte jeder Spieler mit Hang zur Reihe einen Blick riskieren.

Entwickler: Ubisoft Sofia – Preis: 39,99 Euro – Für PlayStation 4 und Xbox One – USK: ab 16

Ahoi, Ihr Landratten! Im grafisch überarbeiteten "Assassin's Creed Rogue: Remastered" wechseln wir die Seiten und stechen als Templer in die raue See. Ob nach dem gelungenen ägyptischen Abenteuer der Abstecher in Nordamerika noch immer rockt, haben wir euch getestet. Seitenwechsel In Zeiten von mehr oder minder gefragten Remastereds, gibt es neben heiß erwarteten wie zuletzt "Burnout Paradise Remastered" auch eher gewollte Releases. Sei es, um eine Reihe wieder in Gespräch zu bringen oder der beliebte Weg damit nochmals Kasse zu machen. "Assassins Creed Rogue" sticht hier jedoch heraus. Gerade, weil der Titel eher ungünstig zwischen AC: 3 und "Black Flag"…
Stimmungsvolles Abenteuer mit großer Open-World! Leider vermiest nur die hakelige Steuerung den kompletten Spielspaß.

Assassin's Creed Rogue: Remastered (PlayStation 4)

Spielspaß - 85%
Gameplay - 78%
Grafik - 87%
Technik - 75%

81%

Empfehlung!

Stimmungsvolles Abenteuer mit großer Open-World! Leider vermiest nur die hakelige Steuerung den kompletten Spielspaß.

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2010 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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