Die organische Reichweite bei Facebook ist am Ende

organische Reichweite bei Facebook
organische Reichweite bei Facebook

Die organische Reichweite wird bei Facebook immer mehr beschnitten. Firmen müssen beim sozialen Netzwerk Geld in die Hand nehmen, um überhaupt noch in den Timelines der Nutzer auftauchen zu können. Sollte man also überhaupt noch mit organischer Reichweite im Tagesbetrieb arbeiten?

Firmen Fanseiten bei Facebook

Jeder Nutzer kann eine Fanseite bei Facebook erstellen und sie regelmäßig mit Inhalt bestücken. Firmen denken hier aber im Verbund mit Agenturen oft anders. Hier muss es Pläne und regelmäßigen Content geben. Es gibt Meetings, Absprachen und viele Köche für den Brei bei Facebook. Je größer die Firma, umso mehr Verwaltung für die Fanseite im Hintergrund. Oft sehen so auch die Deals zwischen Kunde und Agentur aus. Jeden Tag muss es eine bestimmte Anzahl an Postings geben. Das wurde vertraglich festgelegt und wird dann von den zuständigen Social Media Managern auch so umgesetzt. So sehen wir dann jeden Freitag eine Grafik mit einem schönen Spruch zum Wochenende und bis auf ein paar gesponserte Beiträge wird der jeweilige Auftitt meist nur mit organischer Reichweite bespielt. Leider ist diese Reichweite aber stark gesunken. Man könnte sich mittlerweile 90 Prozent aller Postings sparen, denn nur mit ordentlich Budget und gutem Content kann man bei Facebook noch punkten.

Was ist das Ziel des Postings?

Vor allem aber sind immer mehr Menschen in die Arbeit involviert. Ein Grafiker erstellt die lustige Grafik für das Wochenende, die Social Media Managerin plant es ein und vielleicht gibt es sogar einen Abnahmeprozess mit dem betreffenden Kunden. Der Effekt? Eine schlechte Reichweite und ein wenig Interaktion. Verdient hat man dadurch keinen Cent als Unternehmen und lediglich die Seite ist „bespielt“. Dieses „Bespielen“ ist aber in Zeiten von wenig organischer Reichweite oft für die Katz. Man könnte sich die verteilten Arbeitsstunden oft sparen, weil diese Posts gar nicht mehr wahrgenommen werden. Facebook grätscht da knallhart zwischen. So ziemlich alle Kollegen von mir kennen das Problem der sinkenden Reichweiten bei Facebook. Allerdings muss eine Seite ja „bespielt“ werden, weil man dazu einen Vertrag mit der Agentur hat. Vielleicht sollte man aber mehr über die Postings nachdenken. Was wollen wir mit diesem Posting bezwecken? Welchem Zweck dient es und wie viele Arbeitsstunden gehen dafür drauf? Rechnet man hier wirklich nach, so macht man bei etlichen Postings mit rein organischer Reichweite aktuell Verlust.

Geld regiert die Facebook-Welt

Nur wenn ich massiv Budget nutze, dann liebt mich Facebook. So muss man als Unternehmen sehr genau die Kampagnen planen. Welchen Inhalt nutze ich? Wohin möchte ich die Nutzer führen? Ist es nur für ein besseres Image? Möchte ich Produkte verkaufen? Soll ein Angebot auf einer externen Seite beworben werden? Wie kriege ich die Nutzer dazu? Das sind extrem wichtige Fragen und schwierige Aufgaben. Beurteilt man nämlich jedes einzelne Posting nach Sinn und Zweck, so „bespielt“ man eine Seite nicht mehr, sondern nutzt das Budget aktiv für definierte Ziele. Früher konnte jedes Unternehmen mit vielen Fans dutzende Inhalte ausliefern und die Seite obendrein auch mit Unterhaltung „bespielen“. Das war eine schöne Zeit und die organische Reichweite sorgte für eine gute Auslieferung der Postings. Nun leben wir längst in der Bezahlwelt von Facebook und müssen sehr fokussiert mit dem Budget umgehen. Wie setze ich 1000 Euro sinnvoll für Content, Buzz und mein Ziel ein? Diese Frage können aktuell nur sehr wenige Firmen beantworten. Social Media wird hier auch leider oft noch als nettes Spielzeug betrachtet.

Vergesst die organische Reichweite!

Firmen können diese Reichweite fast vollkommen vergessen. Nur Unternehmen aus dem Unterhaltungsbereich können hier bestenfalls noch aufgrund der Themen einen Blumentopf gewinnen. Der Rest wird knallhart von Facebook zur Kasse gebeten und muss sich seine Sichtbarkeit teuer erkaufen. Hier muss der Inhalt von den beteiligten Agenturen und Partnern regelrecht designed werden, um das Budget sinnvoll einzusetzen. Kaufe ich mir nämlich die Sichtbarkeit von Facebook teuer ein, so muss mein Content unbedingt überzeugen. Er muss auch einem vorher definierten Ziel dienen. Dann macht es auch Sinn Facebook Geld für die Sichtbarkeit zu zahlen. Mir bereitet diese Entwicklung selbst immer mehr Sorge, denn kaum eine mittelständische Firma hat dieses Budgets für Facebook und Social Media zur Verfügung. Je kleiner das Unternehmen, umso besser muss hier der Inhalt sein. Das ist oft gar nicht so einfach. Große Unternehmen führen Seiten bei Facebook auch oft für ein besseres Image, aber gerade kleine Unternehmen müssen genau auf die Ausgaben achten. Es macht daher auf jeden Fall aktuell sehr viel Sinn die eigene Strategie für Facebook genau zu untersuchen. Lohnt es sich die Fanseite organisch zu bespielen, oder setzt man das Budget wirklich nur zielgerichtet und punktuell ein?

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Seit 2003 aktiv im Web. Vorher nur bei Napster mit ISDN-Flatrate. Kenne noch Disketten. Blogger, Autor und Moderator. Twittere nebenbei als falscher Harald Schmidt unter @bonitotv. Führe wichtige Telefonate noch per Festnetz.

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