DOOM im Test (Nintendo Switch)

DOOM
© Nintendo

Schneller, härter, DOOM! Der beste Shooter von 2016 erscheint nun überraschend für die portable Konsole Nintendo Switch. Wir haben uns den Titel ganz genau angesehen und verraten euch im Test wie sich die flotte Ballerei spielt.

Ein mutiger Weg

Das Remake bzw. Reboot von „DOOM“ war 2016 eine wirklich positive Überraschung. Keine Fortsetzung des Horror-Titels aus dem Jahr 2003 sondern vielmehr eine zeitgemäße Interpretation servierte Publisher Bethesda seiner Spielerschaft. Und das gelang. Mit fast vergessenen Old-School Zutaten wie flotte Action und Muntion sowie Lebensenergie durch sogenannte „Glory Kills“ wurden nahezu jede Zielgruppe dafür begeistert. Die Handlung war zwar ähnlich substanzlos wie im Klassiker von 1993 hatte jedoch schöne Momente. Wie die regelmäßigen Abstecher in die sprichwörtliche Hölle. Neben der Raumstation auf dem Mars musste der DOOM-Marine Dämonen zurück in die Hölle jagen und kleinere Jump´n´Run Sektionen bewältigen. Überhaupt sollte jeder Besitzer einer Nintendo Switch dankbar sein, dass aktuell und nächster Zeit Ports von bisher veröffentlichten Spielen anbieten. Denn DOOM bleibt keinesfalls alleine. Der Rollenspiel-Hit „The Elder Scrolls: Skyrim“ und ebenso Old-School „Wolfenstein: The New Kolossus“ wird in wenigen Monaten auf dem tragbaren System erscheinen. Soviel dazu.

DOOM verliert keine großen Worte und lässt uns nach rund zwei Minuten in die Haut des legendären DOOM-Marine schlüpfen. Von einem mysteriösen Altar erwacht kämpfen wir uns durch die Zombie/Dämonen-verseuchte Anlage und versuchen dem tückischen Dr. Samuel Hayden via Aufträge zu helfen. Mal metzeln wir zu bestimmten Sicherheitskonsolen um diese zu deaktivieren oder müssen per Portal direkt zur Hölle fahren, um ein bestimmtes Artefakt zu bergen. Durch minimale Story-Fetzen erklären sich gewissen Umstände, sollte aber nicht Mittel zum Zweck sein. DOOM gewinnt auch 2017 kein Blumentopf in Sachen Storytelling. Muss es auch nicht. Trotz 30fps gleiten wir gar durch die teils geschmackvollen Level höhlen Blutnester aus und meistern Sprungpassagen. Spaßig! Mit reichhaltigem Waffenarsenal bestehend aus Flinten und Gewehren ballern wir von Punkt zu Punkt. Auch wenn DOOM hier ein Actioner ist, bleiben Jump Scares nicht aus. Für solche Fälle gibt es die bewährte Nahkampfattacke, per Stick-Druck zwacken wir Gegnern AUSSCHLIEßLICH Munition und Med-Kits ab. Zumal es in hektischen Momenten die beliebte Kettensäge gibt. Entwickler iD Software arbeitete beim Gameplay überaus sauber, aber irgendwie fühlt es nicht wirklich „perfekt“ an.

Doom für Nintendo Switch - [Nintendo Switch]
22 Bewertungen

Kommen wir zum Wesentlichen: DOOM auf der Nintendo Switch gehört zur schwächsten aller Versionen. Sowohl im Handheld- und auch im Dock-Modus spendiert uns nur eine 720p Auflösung. Das Bild wirkt leicht unscharf und in der Weitsicht verschwinden Gegner oder Objekte. Leider schaltet gerade im Dock-Mode die Framerate nicht nach oben. 30fps sind zwar ausreichend, aber hier entfaltet DOOM nur selten diesen wahnsinnigen Rausch wie auf PC und restlichen Konsolen. LoD (Level of Detail) ist nun stark heruntergefahren. Grobe Grafikfehler wie Tearing oder Abstürze gab es während unserem Test nicht. Aber dennoch überwiegen die Vorteile. Ihr habt ab sofort einen der besten Ego-Shooter vollständig mobil verfügbar. Zumal Sound glasklar übertragen und der rockige Score in Kämpfen einzigartig ist. Wir empfehlen euch aber mit einem Pro Controller zu spielen. Joy-Cons wurden angepasst können leider nicht mithalten. Schnitte müsst ihr trotz Nintendo nicht befürchten. Generell ist überaus positiv zu sehen, dass Nintendo für erwachsene Spieler Alternativen finden will. Passend dazu liefert man den großartigen Multiplayer-Part über den eShop aus. Hier solltet ihr aufgrund von insgesamt 22GB belegtem Speicher eine MicroSD-Card verwenden. In ganzen sechs Modi vom klassischen Deathmatch bis zum launischen „Freeze Tag“ gilt es sich mit anderen online auszutoben. Matchmaking klappt mit längeren Wartezeiten recht zackig. Maps wurden hier ebenfalls gleich belassen.

Unser Test zu DOOM (Nintendo Switch)

Auch auf der Nintendo Switch macht die höllische Jagd nach Dämonen großen Spielspaß. Bethesda geht hier einen wichtigen Schritt und tastet sich mit ihrer oft verwendeten Grafik-Engine „id Tech 6“ langsam nach vorne. Mit DOOM hat man einen modernen Klassiker portiert – der als erster richtiger Shooter für Personen über 18 Jahren quasi eine Monopol-Stellung besitzt. Trotz technischen Schwächen aufgrund schwieriger Hardware sollte DOOM unbedingt ein Platz in eurem Switch-Regal besitzen.

Entwickler: iD Software – Preis: 59,99 Euro – Für PlayStation 4, Xbox One, Nintendo Switch und PC – USK: ab 18

Schneller, härter, DOOM! Der beste Shooter von 2016 erscheint nun überraschend für die portable Konsole Nintendo Switch. Wir haben uns den Titel ganz genau angesehen und verraten euch im Test wie sich die flotte Ballerei spielt. Ein mutiger Weg Das Remake bzw. Reboot von "DOOM" war 2016 eine wirklich positive Überraschung. Keine Fortsetzung des Horror-Titels aus dem Jahr 2003 sondern vielmehr eine zeitgemäße Interpretation servierte Publisher Bethesda seiner Spielerschaft. Und das gelang. Mit fast vergessenen Old-School Zutaten wie flotte Action und Muntion sowie Lebensenergie durch sogenannte "Glory Kills" wurden nahezu jede Zielgruppe dafür begeistert. Die Handlung war zwar ähnlich substanzlos…
Spaßiger Shooter mit klaren technischen Defiziten, die aufgrund tollem Gameplay schnell vergessen sind.

DOOM (Nintendo Switch)

Spielspaß - 82%
Gameplay - 82%
Grafik - 65%
Technik - 70%

75%

Empfehlung!

Spaßiger Shooter mit klaren technischen Defiziten, die aufgrund tollem Gameplay schnell vergessen sind.

Dem Autor Benny Illgner jetzt auf Twitter folgen.
Die Spielkultur auf Facebook.
Spielkultur auf Twitter folgen.

Noch mehr Trailer, Previews und Spieletests gibt es bei Gaming Blogger und natürlich jeden Tag neu bei Facebook. Hier spielt die Musik.

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2010 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

Hier geht es weiter...