Mit Frank Behrendt im Gespräch – Unser Twitterview

Frank Behrendt, Foto: John M. John
Frank Behrendt, Foto: John M. John (Mit Genehmigung durch Frank Behrendt)

Frank Behrendt – ein großartiger Mensch, der große Dinge voran bringt: Geschäftsführer von Serviceplan PR & Content, Buchautor, Medienexperte sowie Guru der Gelassenheit. Doch wie nutzt Frank Behrendt eigentlich privat Twitter? Welche Vorlieben hat er? Und was mag er vielleicht nicht? Schauen wir mega entspannt auf seine Antworten. Nehmen wir uns die Ruhe und Zeit für ein ganz besonderes Twitterview mit Frank Behrendt.

Twitterview mit Frank Behrendt

Im wirklichen Leben bin ich häufig mit diesen Aufgaben beschäftigt:

Nett zu meiner Frau sein, die Kinder bei Laune halten, mit dem Hund Gassi gehen, den Müll rausbringen, Kunden beraten, zwischendurch mal ne gute Idee haben, inspirierende Vorträge halten, sensationelle Bücher und Stern-Stimmen schreiben.

Meine ersten Erfahrungen mit Twitter:

Waren sehr lustig. Denn ich twitterte damals vorwiegend zu Trash-TV-Formaten wie „Die Bachelorette“ oder „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“.

Wofür ich Twitter sehr dankbar bin:

Dass ich dort viele spannende Leute kennengelernt habe, mit denen ich mich zu Teil später auch in echt getroffen habe. Und da waren die sogar noch viel netter.

Die Begrenzung auf 140 Zeichen pro Tweet finde ich:

Großartig! Es ist die beste Schule, um auf den Punkt zu kommen. Geschwafelt wird sowieso überall viel zu viel. Und wer es in 140 Zeichen nicht gelötet bekommt, kriegt es in 280 Zeichen auch nicht gebacken.

Das macht mir bei Twitter am meisten Spaß:

Die Schnelligkeit, wie dort von vielen spannenden Meinungsbildnern zu aktuellen Ereignissen in der ganzen Welt kommuniziert wird.

Viele fragen sich, ob Twitter die nächsten Jahre übersteht. Meine Prognose lautet:

Twitter wird noch lange leben. Ein schneller Kurznachrichtendienst, den alle relevanten Player für die Echt-Zeit-Kommunikation nutzen, wird seine Daseinsberechtigung behalten, wenn nicht sogar ausbauen. Sie werden sicher auch künftig mal wieder was smartes erfinden. Periscope war schließlich damals auch ein neuer Weg, der die Live-News-Berichterstattung nachhaltig verändert hat.

Diesen Tweet von mir empfinde ich als pures Gold, aber meine Follower sahen das ganz anders:

Bescheiden wie ich bin, beinhaltet eigentlich jeder meiner Tweets zumindest einen Hauch von Gold. Da ich aber nicht Like-süchtig bin, kann ich auch mal mit weniger Zustimmung leben. Ich halte es da bekanntlich ohnehin mit einer Songzeile von Udo Lindenberg: „Und ich mach mein Ding, egal was die ander’n labern…“

Bei diesem Tweet von einem anderen Twitter-Account habe ich laut gelacht:

Als Arnold Melm kürzlich zur dmexco auf einen Tweet von mir zu einem Ausspruch vom Agenturkollegen Mirko Kaminski zum Thema „Beutelratten“ passende Buchtitel entwarf. Bei „Was ich von Beutelratten lernte – mich zu fragen aber nie traute“ habe ich wirklich laut gelacht. Das Cover zeigte Mirko und eine niedliche Beutelratte am berühmt-berüchtigten Holzsteg auf Fehmarn, wirklich sehr witzig.

Dieser Tweet von einem anderen Twitter-Account hat mich nachdenklich gemacht:

Es gab einen, da bekomme ich heute noch eine Gänsehaut wenn ich daran denke. Er stammt vom wunderbaren Blogger Johannes Korten der sich leider das Leben genommen hat. Seine letzten zehn Worte auf Twitter haben mich damals erschüttert und sie tun es heute noch: „Am Ende. Es hat nicht gereicht für ein ganzes Leben.“

Was mich auf Twitter manchmal stört:

Unqualifizierte Äußerungen, Beschimpfungen und Beleidigungen, die manche Leute von sich geben. Ich bin da aber absolut rigoros: Blockieren. Löschen. Ende Gelände.

Dieses Feature wünsche ich mir schon lange auf Twitter:

Ich bin jemand, der sich bei solchen Dingen sehr gut mit einem Status Quo arrangieren kann. Ich wünsche mir eigentlich gar kein weiteres Feature auf Twitter. Ich finde es wunderbar so, wie es ist. Ich wünsche mir allerdings, dass sie nicht auf 280 Zeichen erhöhen, ich finde gerade die Beschränkung hat ihren Reiz und sollte Teil des USP bleiben.

Diese drei Twitter-Leute würde ich gerne im realen Leben treffen:

Natürlich den wunderbaren Robert Michel alias Rob Vegas – obwohl ich immer das Gefühl habe, ich kenne ihn total gut, weil ich via Twitter & Co. an seinem Leben teilhabe. Dann Christian Lindner, den finde ich einfach Klasse als Typ, Kommunikator und Politiker. Und last but not least Donald Trump. Aber nicht weil ich ihn toll finde, sondern weil ich gerne mal mit ihm Auge in Auge über das, was er mit seiner Twitter-Kommunikation anrichtet, intensiv debattieren möchte.

Besten Dank für das Twitterview.

Foto-Credits: Das verwendete Foto ist von John M. John.

Hier kann man dem Profil von Frank Behrendt auf Twitter folgen.

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