Filmkritik zu Cars 3: Evolution

Cars 3: Evolution
© The Walt Disney Company

Einmal mehr reißt Disney die vorwiegend jungen Zuschauer in den Nascar-Rennzirkus mit Lightning McQueen. Ob der neue Animationsspaß aus dem Hause Pixar ähnlich wie die Vorgänger auch überzeugen kann, erfahrt ihr in unserer Kritik zu Cars 3.

Pixar im technischen Wandel

Pixar stand seit jeher für gefühlvolle und familienfreundliche Animationsfilme. Man denke nur an die ersten Schritten vor gut 20 Jahren mit „Toy Story“ als überhaupt erstem abendfüllenden Film vollkommen am Computer erstellt. Es folgten Kassenschlager wie der abenteuerliche „Findet Nemo“, tragikkomische Meisterwerke wie „Wall-E“ oder auch „Up“. Mit den jüngsten Blockbustern wie „Alles steht Kopf“ sicherte man sich wieder einmal die renommierte Oscar-Auszeichnung. Auch wenn beispielsweise „Zoomania“ in einigen Aspekten mutiger und frecher daherkamen, waren die Handlungen immer von Treue, Mut und Moral geprägt. Mal mehr offensichtlich mal weniger. Mit „Cars“ impfte man nach Spielsachen und Monster nun animierten Fahrzeugen Emotionen und Selbstbewusstsein ein. Der Box Office sprach für sich 462.2 US-Dollar spielte allein Teil 1 ein. Der Nachfolger sogar eine Schippe mehr. Man sah, dass die Reihe noch so fruchtbar war, dass man bestimmt einen dritten Part in die Lichtspielhäuser bringen kann. So passiert es Ende des Monats auch. „Cars 3: Evolution“ kommt erscheint offiziell. Doch die Trailerpolitik war durchaus mutig. Erste Teaser zeigten einen sehr realistisch wirkenden Crash von McQueen gänzlich ohne die kindliche bunte Wirkung von Pixar-Filmen. Gemeinhin scherzten viele Nutzer, dass wahrscheinlich Christopher Nolan hier seine Finger im Spiel hatte. Aufmerksamkeit war ohne Frage vorhanden. Entwarnung: Hier erwarten Kinder und Eltern ein durchweg bunter und lustiger Gang ins Kino!

Springen wir zur Handlung: Lightning McQueen ist der unübertroffene Champion im Nascar-Rennzirkus. Seine Bestzeiten sind unerreicht und er genießt die volle positive Aufmerksamkeit der Fachpresse. Doch eines Tages steigt eine neue Serie von Rennwägen in das Geschäft ein. Diese sind schnittiger, stylischer und leider auch schneller als McQueen. Allen voran Shootingstar Jackson Storm, der alles andere als nett ist. Trotz, mit der Zeit, verlorene Freunde versucht dieser sich dem neuen Tempo anzupassen und scheitert spektakulär mit einem großen Crash. Nach einer längeren Pause versucht Lightning nochmal anzugreifen und erhält Schützenhilfe von Investor Sterling. Damit beginnt er seine größte Aufholjagd. Die Handlung ist ein „From Hero to Zero to Hero“-Schema angelegt. Trotz vielerlei kreativer Einfälle von Pixar sieht man in manchen Momenten den Film an, dass er doch recht ideenlos ist. Zweifellos gehört zu den Höhepunkten, dass McQueen gemeinsam mit Sparringpartnerin Cruz Ramirez einen flotten Ausflug ins actionreiche „Destruction Derby“ unternimmt. Oder auch Roadtrip-Elemente ab Mitte der Story zulässt. Das alles ist natürlich sehenswert und wird Kinder begeistern können, aber dennoch kannte man diese Parts schon aus anderen Filmen von Disney.

Emotionen zwischen Haube und Reifen

Weiterhin ist die Animationstechnik von Pixar eine Augenweide. Es ist schon erstaunlich wie wenige Jahren in Sachen Detail und flüssigen Bewegungen den Unterschied ausmachen. Der Lack von Cruz ist glänzend fein, während Sand oder kleinste Unebenheiten im gut ausgestatteten Lichtspielhaus sofort erkennbar sind. Zudem es die Jungs und Mädels schaffen nur mit den Augen und einem Mund gar alle menschlichen Emotionen zu bündeln. Auch gibt es immer mal wieder schöne Panoramen zu bestaunen, was nur für die heutige Technik spricht. Wir haben ihn in der deutschen Synchronisation gesehen. Diese ist Disney-like einmal mehr hervorragend gelungen, sodass alle Figuren die „richtige“ Stimme besitzen. Nur der Umstand, dass im Abspann eine deutsche Band oder Schlagersängerin singen muss, hat sich mir noch nicht erschlossen.

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Komponist Randy Newman verbindet alte bekannte Klänge der Reihe und vermischt sie mit neuen Stücken. Mal heroisch, dann wieder etwas rockig ohne jedoch zu gewollt zu wirken. Passt alles zur jeweiligen Situation und unterstreicht im Bestfall diese auch. Wie oben ausführlicher erwähnt, geizt „Cars 3: Evolution“ nicht mit gut aussehenden Effekten. Hier steckt einfach Leidenschaft drin und kann mit allen Ideen viele junge Kinogänger begeistern.

Unser Fazit zu „Cars 3: Evolution“

Ein durchweg kurzweiliges Vergnügen mit gut aufgelegten Figuren, etwas weniger Wortwitz dafür mit mehr Figurenfindung seitens Lightning McQueen. Das hoffentlich letzte Abenteuer im Cars-Universum ist für jüngeren ebenso für ältere Zuschauer (meist Eltern) gut geeignet und kann bedenkenlos als „Familienkino“ bezeichnet werden. Kinostart ist am 28. September 2017.

Gibt es eine Post-Credit-Szene? = Nein.

Vielen Dank an CinemaxX für die freundliche Bereitstellung des Tickets. Kinotickets für „Cars 3: Evolution“ gibt es hier.

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Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2010 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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