Filmkritik zu „Killer’s Bodyguard“

Killer's Bodyguard
© Metropolitan FilmExport

Der blutige Buddy-Movie „Killer’s Bodyguard“ entführt die Zuschauer in die Welt des 1A-Personenschützers Ryan Reynolds, der eher widerwillig den Auftragskiller Samuel L. Jackson nach Den Haag eskortieren muss, ob sich ein Kinogang lohnt, sagt euch unsere Kritik.

Ein lieb gewonnenes Genre

Buddy-Movie´s haben seit jeher einen besonderen Stand im Kino. Zwei völlig gegensätzliche Parteien müssen sich zusammenraufen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen, zu fassen oder umzubringen. Beispielsweise wurde eben diese Filmrichtung der Startschuss für Eddie Murphy´s Karriere im zeitlosen „Beverly Hills Cop“ oder ebnete diesen erst durch „Nur 48 Stunden“ mit Nick Nolte. Shane Black perfektionierte als Drehbuchautor von „Lethal Weapon“ die kompletten Zutaten zu einer noch heute gern gehörten Referenz für Actionfilme mit dem nötigen Funken Humor. Letzteres trifft auf den Plot von „Killer´s Bodyguard“ zu. „The Expendables 2“-Regisseur Patrick Hughes konzentriert sich zum Glück nach guten 25 Minuten auf das ungewöhnliche Duo Reynolds/L. Jackson. Die Handlung ist nicht allzu komplex geraten. Der selbsternannte „1A-Personenschützer“ Michael Bryce (Reynolds) ist der beste seiner Branche. Er lebt in einem englischen Designhaus, fährt Jaguar und hat schöne Frauen im Bett. Doch bei seinem letzten Auftrag wurde der von ihm beschützte chinesische Waffenhändler bereits im Jet sitzend erschossen. 2 Jahre später. Bryce arbeitet immer noch als Bodyguard, jedoch im verbeulten Ford und zugekokste Manager als Klienten. Währenddessen erhält der inhaftierte Auftragskiller Darius Kincaid (L. Jackson) ein Angebot von Interpol. Er sagt gegen den weißrussischen Diktator Vladislav Dukhovich (Gary Oldman) aus und im Gegenzug kommt seine in Amsterdam gefangen gehaltene Frau Sonia Kincaid (Salma Hayek) frei. Durch unvorhergesehene Ereignisse erhält Bryce die Aufgabe Kincaid zum internationalen Gerichtshof in Den Haag zu transportieren. Natürlich mit einigen Killer-Trupps im Nacken. Es braucht etwas bis der Film an Fahrt gewinnt. Doch, wenn schließlich die beiden zusammen reisen beginnt ein sehr amüsanter Roadtrip mit herrlich lustigen aber auch gefühlvollen Momenten.

Die Chemie zwischen den Hauptdarstellern harmoniert einfach. Man merkt Samuel L. Jackson einfach an, dass er bei dieser Rolle richtig viel Spaß hatte. Kein übercooler Marvel-Chef á la Nick Fury sondern ein sprücheklopfender Auftragskiller, der sich trotzdem Herz und Seele bewahrt hat. Reynolds überzeugt ebenso als penibel korrekter Personenschützer mit kleinen Deadpool-Phasen. Wenn zum Beispiel beide im Auto um die Wette singen oder in einer Schießerei so gut wie kein Fettnäpfchen auslassen, macht das als Zuschauer Spaß. Gary Oldman spielt endlich mal wieder einen hassenswerten Fiesling! Trotz guter Performance sieht man ihn leider viel zu selten hier. Da der Plot in England spielt, fühlte es sich auch stellenweise so an als wäre Edgar Wright im Registuhl gesessen. Seine typisch schnellen Schnittfolgen und feste Kameraeinstellungen zum Gesicht des Protagonisten lässt Erinnerungen an „Hot Fuzz“ aufkeimen. Zudem ist der Streifen recht brutal und blutig geraten. Offene Brüche in Zeitlupe, Blutfontänen bei Einschüssen etc. Die Nebenfiguren sind allesamt gut besetzt, Enttäuschung gab es keine. Salma Hayek hätte mehr Screentime vertragen können, ist aber als fluchende spanische Ehefrau von L. Jackson ein klarer Comedy-Treffer. Den Spannungsbogen kann „Killer´s Bodyguard“ leider nicht ganz aufrecht erhalten, sackt gegen Ende sogar etwas ab. Der Soundtrack trifft in vielen Situationen den richtigen Ton. Klingt nur etwas belanglos. Die Soundkulisse ist moderat gehalten, Explosionen sind brechend während minimierte Geräusche realistisch zur Geltung kommen.

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Fazit zu „Killer’s Bodyguard“

Trotz kleineren Spannungsabbrüchen ist Killer’s Bodyguard eine willkommene Alternative im doch trägen Kinosommer 2017. Die Sprüche sitzen, der Plot ist angenehm einfach gestrickt und der Stil mal was ganz anderes. Für den abendlichen Kinogang ist dieser Streifen genau richtig. Vorausgesetzt man mag das Buddy-Filmgenre und die zwei wunderbar spielenden Hauptdarsteller. Zwar alles schon mal dagewesen, jedoch hier gut gemixt.

Gibt es eine Post-Credit-Szene? = Ja.

Vielen Dank an CinemaxX für die freundliche Bereitstellung des Tickets. Kinotickets für „KILLER’S BODYGUARD“ gibt es hier.

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Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2010 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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