DiRT 4 im großen Test

DiRT 4
© Codemasters

Dreckig, schnell und verdammt spaßig! DiRT 4 ist zwar wieder mehr Rallye als sein Vorgänger macht jedoch genauso viel, wenn nicht mehr, Spielspaß. Wir heizten mit unserem Beifahrer durch die ganze Welt und verraten im großen Test, ob sich der Kauf lohnt.

Kindheitserinnerungen

Die Jungs & Mädels aus England konnten es nicht lassen. Nach dem überaus erfolgreichen „DiRT 3“ mit seine kleinen Arcade-Funktionen wie einer Zeitlupe, dem Festival-Charakter oder neuen Herausforderungen im Quad wird es im diesjährigen Nachfolger wieder etwas ernster zu gehen. Doch Entwickler „Codemasters“ hat mit den Jahrzehnten so viel Erfahrung sammeln können, dass der minimale Spalt zwischen „Arcade“-Gameplay wie in „Need for Speed“ und knallharter Simulation nun fließend sind. Hier passend ein kleiner Schwank aus meiner Kindheit. Zu Zeiten der PlayStation One war das Software-Angebot meist überschaubar. Besonders in der Müller-Filiale meiner Heimatstadt. Und so begab es sich, dass irgendwann mal der Titel „Colin McRae Rallye“ seinen Weg in meine Konsole fand. Die ersten Misslangen und war schnell bedient. Doch über die Jahren bot mir dieses Spiel soviel Spaß, dass ich solch ein Genre zu schätzen wusste. Das Studio blieb nicht still und versuchte mit kleinen Off-Road Ausflügen und Stilrichtungen Rallye-Spiele am Leben zu erhalten. Dies gelang ihnen auch. DiRT 4 konnte uns in vielen Aspekten überzeugen.

Alleine der Beginn zeigt, dass Codemasters mit DiRT 4 auch Neulinge gewinnen will. Denn bevor wir starten, werden wir gefragt, ob wir als Spielstil – Gamer oder eine realistischere Simulation bevorzugen. Bei ersterem sind sämtliche Hilfen eingeschaltet und soll erstmal in die Welt einführen. Danach dürfen wir zwischen dem obligatorischen „Karriere-Modus“, der klassischen Fahrschule hier „DiRT Academy“ genannt oder sogar einen „Freien Modus“ wählen. Wie empfehlen zuerst die Fahrschule. Denn DiRT 4 ist alles außer leicht zu spielen. Neben gelungenen Bremsmanövern oder galant um die Kurve fahren sind auch kleinere Lektionen als Film vorhanden. Nach dem rund ein stündigen Tutorial sind wir bereit für die Pisten. Alle Rallye-Meisterschaften spielen sich in thematisch sehr abwechslungsreichen Ländern ab: Fitzroy in Australien, Tarragona in Spanien, Michigan, USA, Värmland in Schweden & Powys in Wales. Diese werden in klassischen Rallyes präsentiert. Auch wenn Codemasters nach Jahren eine eher sterile Präsentation seinen Käufern bietet. Hier sind ganze 17 Meisterschaften zu absolvieren und mit dem historischen Rallyes kommen 12 dazu. Die actionreicheren Modi wie „Landrush“ oder „Rallyecross“ sind mit bloß 4 nicht gerade prominent vertreten. Anders als in den Vorgängern beginnen wir als Nobody und gründen nach kurzer Zeit unser eigenes Team samt Mechaniker, Sponsoren und gestaltetem Fahrzeug. Mit erspielten XP schalten wir neuen Boliden frei, können uns besseres Personal sowie besseres Tuning leisten. Eine Prise „Rallye Manager“.

Simples Gameplay, großer Spielspaß!

Das Gameplay von DiRT 4 unterscheidet sich im wesentlichen nicht von seinen Vorgängern. Wir führen noch immer gekonnte Gas- und Bremsaktionen durch um am schnellsten durch die staubig regnerischen Gebiete zu kommen. Immer mit der Zwischenzeit im Auge versuchen wir unseren Vorsprung gegen Kontrahenten zu vergrößern. Die große Stärke des Spiels ist, dass es auch nach 4 Stunden sehr viel Spaß macht. Einerseits liegt das am übersichtlichen Design, andererseits an zig freischaltbaren Lizenzen oder Strecken. Doch leider wirken einige Strecken besonders der Blätterwald von Michigan sehr verschwommen. Während einige Etappen mit schönen Panoramen oder feinen Details auffallen, musste Codemasters doch Kompromisse in Sachen Grafikleistung eingehen um stabile 60 fps zu garantieren. Anders ist es bei Landrush-Rennen zu mehreren. Hier gibt es fast kein Tearing und auch 60 fps. Wohlgemerkt auf der PlayStation 4 Pro.

Unser Fazit zu DiRT 4

Codemasters besinnt sich wieder auf flotte Rallye-Action mit Off Road-Ausflügen. Auch wenn die reine Präsentation nicht so emotionsgeladen wirkt, wie bei anderen Vertretern des Genres lässt sich die Fortsetzung doch sehen. Mit einem guten Umfang von mehr als 30 Meisterschaften, die allesamt abwechslungsreich in verschiedenen Teilen der Erde stattfinden, konnte uns das Spiel in vielerlei Hinsicht überzeugen. Der Kniff ein eigenes Team mit stetig ändernden Parametern wie Sponsoren oder Personal lockert das Gameplay ungemein auf. Kleinere
Grafikschwächen sollten aufgrund der stabilen 60 fps in Kauf genommen werden.

Entwickler: Codemasters – Preis 69,99 Euro – Für PlayStation 4, Xbox One und PC – USK: ab 6

Dreckig, schnell und verdammt spaßig! DiRT 4 ist zwar wieder mehr Rallye als sein Vorgänger macht jedoch genauso viel, wenn nicht mehr, Spielspaß. Wir heizten mit unserem Beifahrer durch die ganze Welt und verraten im großen Test, ob sich der Kauf lohnt. Kindheitserinnerungen Die Jungs & Mädels aus England konnten es nicht lassen. Nach dem überaus erfolgreichen "DiRT 3" mit seine kleinen Arcade-Funktionen wie einer Zeitlupe, dem Festival-Charakter oder neuen Herausforderungen im Quad wird es im diesjährigen Nachfolger wieder etwas ernster zu gehen. Doch Entwickler "Codemasters" hat mit den Jahrzehnten so viel Erfahrung sammeln können, dass der minimale Spalt zwischen…
Flotte Rallye-Action mit großem Umfang und kleinen Feinheiten.

DiRT 4 (PlayStation 4)

Spielspaß - 90%
Gameplay - 80%
Grafik - 75%
Technik - 75%

80%

Empfehlung!

Flotte Rallye-Action mit großem Umfang und kleinen Feinheiten.

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29 Bewertungen

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Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2010 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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