Jörg Schieb im Gespräch – Unser Twitterview

Jörg Schieb
Jörg Schieb

Jörg Schieb – als TV-Moderator und Experte für digitale Welten ist er eine bekannte Persönlichkeit. Bereits seit 1985 berichtet er fachkundig über Computerthemen und hat mittlerweile über 140 verschiedene Bücher veröffentlicht. Jedoch, was denkt Jörg Schieb über Twitter? Welche Kritikpunkte sieht er beim Kurznachrichtendienst? Welche Inhalte mag er selbst besonders gern? Zeit für ein Twitterview mit Jörg Schieb.

Twitterview mit Jörg Schieb

Im wirklichen Leben bin ich häufig mit diesen Aufgaben beschäftigt:

Fernsehen machen (WDR, ARD), Internet ausprobieren und verstehen, meine Kinder. Aber natürlich auch mit Gadgets ausprobieren, neue Hotspots im Netz entdecken und – last not least – mich mit Problemen rumplagen, die ich ohne Gadgets nicht hätte.

Meine ersten Erfahrungen mit Twitter:

Liegen zehn Jahre zurück. Damals war man noch ziemlich einsam auf Twitter – und es gab sehr wenige Reaktionen auf Tweets, sehr wenige. Damals dachte ich: Hm, das wird sich nicht durchsetzen. Ich habe Recht behalten. 😉

Wofür ich Twitter sehr dankbar bin:

Dass Twitter nicht nur Infos anspült, sondern auch Reaktionen – und das zeitnah. Das hilft einem Journalisten, nicht nur Themen zu finden, sondern auch ihre Relevanz besser einzuschätzen (zumindest, wenn man wissen möchte, wie viel Resonanz ein Thema erzeugt(. Dankbar bin ich aber auch, dass irgendwann auch Fotos getwittert werden konnten. Und dass Bilder, Videos und Links nicht mehr angerechnet werden bei den 140 Zeichen. Und das sie Donald Trump als Chef-Twitterer eingestellt haben – die beste Werbung für Twitter.

Die Begrenzung auf 140 Zeichen pro Tweet finde ich:

Grandios. Weil man nicht immer viele Worte verlieren muss, und weil andere nicht so viele Worte verlieren. Und ohne diese Begrenzung wäre Twitter auch nur so eine Quasselbude wie Facebook.

Das macht mir bei Twitter am meisten Spaß:

Im Tweetdeck recherchieren, was andere so entdeckt haben oder worüber die nachdenken. Das ist häufig sehr inspirierend – häufig, nicht immer.

Viele fragen sich, ob Twitter die nächsten Jahre übersteht. Meine Prognose lautet:

Ja, aber ein wirtschaftlicher Durchstarter ist Twitter nicht gerade. Es fehlt immer noch an überzeugenden Konzepten, wie sich Twitter zu Geld machen lässt. Daher ist Twitter ein Übernahmekandidat: Es wird Twitter auch in Zukunft geben, könnte aber sein, dass es jemand anderem gehört.

Diesen Tweet von mir empfinde ich als pures Gold, aber meine Follower sahen das ganz anders:

Wettrennen mit einer Drohne:

Bei diesem Tweet von einem anderen Twitter-Account habe ich laut gelacht:

Überhaupt kann man bei Stephen Colbert oft herzlich lachen! Und natürlich bei Der Postillon.

Dieser Tweet von einem anderen Twitter-Account hat mich nachdenklich gemacht:

Da möchte ich keinen konkreten nennen, aber es gibt immer wieder Tweets, die mich nachdenklich machen – und oft sind es die kurzen, prägnanten. Eine Stärke von Twitter. Brain-Food.

Was mich auf Twitter manchmal stört:

Die Hysterie, die mitunter herrscht – und die Selbstgerechtigkeit. Beides stört mich aber an allen so genannten sozialen Netzwerken.

Dieses Feature wünsche ich mir schon lange auf Twitter:

Tweets bearbeiten und korrigieren zu können. Wie oft habe ich schon Tweets mit Tippfehlern rausgehauen… Aber natürlich hat das auch seinen ganz eigenen Charme und liefert uns immer wieder witzige Tweets, die so gar nicht gedacht waren.

Diese drei Twitter-Leute würde ich gerne im realen Leben treffen:

Donald Trump. Es ist sicher unsympathisch und auch nicht der größte Denker unserer Zeit, aber eins macht er nicht: Sich unterwerfen. Jan Böhmermann. Weil er ein wirklich gutes Händchen dafür hat, die Sozialen Medien zu nutzen – und ihnen „Futter“ zu geben. Und Katy Perry. Mit der würde ich dann ein Selfie machen und sie zwingen, es zu posten – das müsste doch meine Follower-Zahl nach oben treiben.

Besten Dank für das Twitterview.

Hier kann man dem Profil von Jörg Schieb auf Twitter folgen.

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