David Walliams hat das Fernsehen verstanden

David Walliams
David Walliams

David Walliams ist nicht nur durch Little Britain und seine Bücher bekannt, sondern auch durch seine Tätigkeit als Jurymitglied bei Britain’s Got Talent. Hier bildet er in der Show nicht nur den perfekten Gegenpol zu Simon Cowell, sondern erzeugt auch echte TV-Highlights in der Show. Warum?

David Walliams und der Golden Buzzer

Bei Britain’s Got Talent gibt es einen goldenen Buzzer. Dieser darf von jedem Jurymitglied pro Staffel nur ein einziges Mal gedrückt werden. Dann aber werden die Teilnehmer gleich in die Finalrunden katapultiert. Es soll ein goldener Moment in der Show sein. Die Überholspur für die echten Top-Acts der Castingshow, welche dann auch erst einmal nicht mehr jede Woche zu sehen sind. Normalerweise werden so besondere Talente mit einem Golden Buzzer Moment noch mehr gewürdugt, aber Jurymitglied David Walliams nutzt diesen Buzzer anders. Einmal knallte er damit einen unbegabten Sänger ins Finale der Show. Ein anderes Mal eine Klavierlehrerin mit einem eingängigen Song. Besonders bei Christian Spridon war sein Golden Buzzer interessant. Er wehrte sich gegen die Kollegen, welche unbedingt auch seinen roten Buzzer aktivieren wollten. Immerhin hatten sie ihn alle schon abgelehnt und wollten dem Unheil ein Ende setzen. So erwischten sie später auch seinen Buzzer. Ende für Christian Spridon? Nein. Walliams drückte nach kurzer Überlegung einfach seinen Golden Buzzer und schoss den unbegabten Sänger in die Finalrunden. Eine echte TV-Sternstunde, weil er das Konzept der Show sprengte. Dieser Moment war gar nicht wirklich vorgesehen. Vor allem gab er mit dem Golden Buzzer einen totalen Nobody das Ticket für die Finalshows!

Zur Hölle mit den verdammten Regeln

David Walliams hört auf das Publikum und bindet es ein. Machen wir einen sympathischen Nobody zum Superstar. Ich nutze den goldenen Knopf nicht, um gute Talente noch mehr zu loben. Ich nutze den goldenen Buzzer für besondere Typen, welche auf eine krude Weise besonders sind. Ich verlinke hier auch die Videos zu diesen Momenten. Der Gedanke dahinter ist aber spannend. Immer wieder fesseln sich TV-Köche, Moderatoren und Jurys an diese künstlich erzeugten Regelwerke von TV-Shows im Fernsehen. Das ist Bullshit. Echte Unterhaltung entsteht immer fernab dieser verdammten Regeln. „Grill den Henssler“ hat zum Beispiel ein überaus langweiliges Konzept. Promi kocht gegen TV-Koch. Warum ist die Sendung dennoch mit jeder Staffel unterhaltsamer? Weil sich Ruth und Steffen immer weniger an die Regeln halten. Nur so entstehen überhaupt besondere TV-Momente. Nichts ist langweiliger als eine TV-Show, welche ihren Regeln folgt. David Walliams gibt einen Dreck auf die Bedeutung des goldenen Buzzers. Er setzt das Mittel anders ein und das Publikum steht auf. Ich wünschte mir mehr solcher Momente in deutschen Fernsehshows. Vergesst diese verdammten Konzepte und Regelwerke. Es ist Entertainment. Genau aus diesem Grund sind übrigens die Prominenten-Special bei „Wer wird Millionär?“ oft lustig anzusehen, weil man sich hier oft kaum noch an die Regeln hält. Hape Kerkeling tauschte einst einfach mit Jauch die Plätze. Antworten werden vorgesagt. Alles ist möglich. Hauptsache man untrhält das Publikum. Diese Regeln langweilen nur.

Goldener Buzzer für Christian Spridon

Goldener Buzzer für Lorraine Bowen

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Seit 2003 aktiv im Web. Vorher nur bei Napster mit ISDN-Flatrate. Kenne noch Disketten. Blogger, Autor und Moderator. Twittere nebenbei als falscher Harald Schmidt unter @bonitotv. Führe wichtige Telefonate noch per Festnetz.

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