Resident Evil 4 im Test

Resident Evil 4 Test: Januar 2017 kann auch als offizieller „Resident Evil“-Monat durchgehen. Neben einem neuen Kinofilm gibt es in Kürze auch ein neues Spiel. Zum Auftakt haben wir das „aufgefrischte“ Resident Evil 4 getestet.

Im Remaster-Wahn

Vor 12 Jahren machte ähnlich wie aktuell die beliebte Horror-Reihe „Resident Evil“ eine kreative Kehrtwende. Nach drei Spielen auf der PlayStation 1 und dem N64 revolutionierte Entwicklerikone Shinji Mikami das eingefahrene Franchise weg von störrischer Steuerung und fester Kamera. Nein, der bis dato nur für Nintendo´s Gamecube angekündigte Titel setzte auf die moderne Third-Person Ansicht per Schulter-Kamera. Auch sollte es nicht in ein gruseliges Herrenhaus oder Racoon City gehen, sondern nach Osteuropa. Eine Menge neu einzuordnen für viele Resi-Fans. Trotz Umgestaltung traf es den Nerv der Spieler und Kritiker und deutete den vorläufigen Höhepunkt an. Aufgrund des Erfolges konnten sich auf PlayStation 2 Spieler gruseln, doch damit nicht genug. Publisher Capcom brachte den Titel ganze 9! Mal für die jeweils neue Konsolengeneration digital raus. Wir haben die final „aktuellste“ Version getestet. Hoffentlich.

Gute zeitlose Handlung

Die Handlung ist kurz und knackig: Die Tochter des US-Präsidenten wurde in ein kleines Kaff nach Osteuropa entführt. In der Rolle von Leon S. Kennedy versuchen wir mit dürftigen Infos sie zu finden und schließlich zu retten. Grund der Entführung? Zunächst unklar. Kaum im Dorf angekommen, werden wird Leon von einem Dorfbewohner und jede Vorwarnung angegriffen. Hier stimmt etwas ganz und gar nicht. Nachdem uns jede angetroffene Person feindselig ist, bahnt er sich mit Waffengewalt seinen Weg zur Wahrheit. Für damalige Verhältnisse schlägt sich die Story angenehm unvorhersehbar und überrascht mit so manchem Twist. Über Codec…*hüstel* Funk sind wir mit dem HQ zwecks hilfreicher Informationen verbunden. Was zweifellos nach 3 Schritten auffällt, ist die seit 12! Jahren nicht überarbeitete Steuerung. Leon kann sich entweder nur bewegen (rennen) oder stehen zum angreifen. Zielen und bewegen – undenkbar! Gut, in Zeiten von Uncharted 4 oder Gears of War 4 ist das vielleicht ein bißchen zu viel verlangt, gebe ich zu.

Frage: Was kommt dabei heraus, wenn man einen Titel aus dem Jahr 2005 auf die aktuell grafisch stärkste Konsole portiert? Richtig, ein Mix aus hochauflösenden Gegenständen und Pixelmatsch. Resident Evil 4 präsentiert sich teilweise so häßlich, dass der Preis von aktuell 19,99€ im PS Store einfach nicht gerechtfertigt ist. Auf der PS3 vielleicht noch akzeptabel, aber hier ganz sicher nicht. Positiv ist, dass sich bei unserer Session keine Grafikprobleme wie Clipping oder Framerate-Einbrüche zeigten. Die Spielmechanik überzeugt mit verschiedensten sammelbaren Kräutern und Gadgets wie eh und je. Die Soundkulisse reißt keine Bäume aus, schafft es in ruhigen Phasen pointierte Gänsehaut zu erzeugen.

Fazit zu Resident Evil 4

Resident Evil 4 ist, wie einige Teilnehmer im Dschungelcamp, verschieden gealtert. Zu den zeitlosen Aspekten gehört die Spielmechanik sowie die spannend erzählte Story. Sehr alt hingegen sieht die minimal noch möglich aufgefrischte Grafik aus und die absolut höllische Steuerung mit Frust-Garantie. Resident Evil 4 findet in kleinen Rätseln auch altbekannte Stärken wieder ohne aufgesetzt zu wirken. Ein Must-Play aber zu kleinerem Preis.

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Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2010 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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