Influencer Marketing
Influencer Marketing

Die wahren Probleme beim Influencer Marketing

Ist Influencer Marketing eine Blase? Bringen diese Influencer überhaupt Abverkäufe? Zur Hölle mit den Influencern! Mittlerweile gibt es zu diesem Thema viele Positionen, doch leider im Kern gar keine große Alternative. Das vergessen die meisten Kritiker nur allzu gern.

Wo heute noch werben?

Das Internet hat die Grenzen aufgelöst und damit auch gleich neu definiert. Gedruckte Tageszeitungen sind tot, Radio nicht mehr trendy und das Fernsehen hat eine harte Zeit vor sich. Wo also als Unternehmen dieser Tage werben und die (jungen) Menschen erreichen? Das ist gar nicht so einfach für Agenturen und Hersteller, denn die alte Zeit mit einer Doppelseite in einer Zeitung ist vorbei. Journalisten müssen Clickbait-Artikel für die Onlineausgaben schreiben, Fachzeitungen haben es nicht leicht am Markt und dann gibt es da diese hippen YouTuber und Stars auf Instagram, welche Millionen Verfolger angesammelt haben. Diese Influencer drehen immer mehr an der Preisschraube und viele Agenturler vermuten schon eine bald platzende Blase. Mittlerweile wird jeder Blogger mit Reichweite als sogenannter Influencer bezeichnet. Dieses Wort beschreibt im Kern einfach nur Angebote und Personen mit Reichweite. Im Endeffekt ist damit auch jede Litfaßsäule ein Influencer.

Das Problem bei Influencer Marketing

Bringt die Investition überhaupt einen messbaren Effekt? Bringen es diese Influencer, welche oftmals nicht über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen? Die Inhalte sind mit wachsender Reichweite immer dünner, die Influencer oft nicht einmal volljährig und dazu nennt sich nun auch jeder Soapstar noch Influencer. Das Wort ist schon jetzt ein internes Unwort der Agenturen und dennoch gibt es keine große Alternative zu dieser Art des Marketings. Daher schreibe ich auch diesen Artikel, weil die Alternativen einfach fehlen. Werbung hat sich immer nach Reichweiten gerichtet. Diese Reichweiten liegen heute bei Stars auf Instagram, reichweitenstarken Blogs, Online-Magazinen und Beauty-YouTubern. Das muss einem nicht unbedingt gefallen, aber der Werbung ist es ziemlich egal. Sie hatte noch nie eine Meinung, sondern will die Konsumenten erreichen. Wenn diese Konsumenten im Netz gern bekloppte Videos ohne Inhalt schauen, dann ist die Werbeindustrie nicht weit. Würden wir Influencer Marketing abschaffen, dann blieben nur Banner und TV-Spots übrig. Dieser Fakt wird sehr gern bei der Kritik vergessen.

Besseres Influencer Marketing

Es gibt mehrere Arten von Influencer Marketing. Man kann sich einfach den größten Star der Kids einkaufen und Werbung mit ihm machen. Kann funktionieren, muss es aber nicht. Diese meisten Werbeaktionen mit Influencern bringen keine Abverkäufe. Sie zahlen eher auf das Image der Marke ein. Das muss man einfach knallhart so sagen. Nur weil irgendein hipper YouTuber ein Smartphone von einem Hersteller in die Kamera hält, regnet es für den Hersteller noch keine große Order aus den Werken in Asien. Es geht um Image und eine breite Streuung der Werbeinhalte. Wir werden als Konsumenten heute von allen Seiten beschallt mit Werbung. Ein guter Mix mit Influencer Marketing kann hier durchaus seine Wirkung haben, weil man in dieser Welt als Marke stattfindet. Dabei sollten nur auch die Influencer selbst langsam professionell genug sein und ihre Zahlen durch Tracking transparenter machen. Dann würden auch die zum Teil horrenden Forderungen wieder auf ein angemessenes Level zurückkehren. Daneben machen aber auch die Marken oft einen großen Fehler. Die Influencer sollen einfach die Werbebotschaft auf ihre Art und Weise unter die Verfolger bringen. Das klappt eher nie. Es klappt nie.

Das beste Influencer Marketing sind Träume

Klingt bescheuert, funktioniert aber besonders in den USA schon super. Man sollte mit Influencern anders arbeiten. Es macht keinen großen Sinn das neue Smartphone vom angesagten YouTuber in die Kamera halten zu lassen. Allerdings haben Influencer und besonders YouTuber meist selbst große Ideen, welche sie selbst nicht umsetzen können, weil ihnen schlicht und einfach das Budget dafür fehlt. Hier muss man als Hersteller und Agentur ansetzen. Kann man helfen? Wir zahlen den Zauber und du hängst Dich mit Snowboard an eine Drohne. Am Ende reicht ein Dank an den Sponsor. Diese Werbung geht dann wirklich auf das Image der Marke und macht sie ein wenig „cooler“. Hat übrigens Samsung so mit YouTuber Casey Neistat gemacht. Diesen Effekt kann man dieser Tage nur mit Influencer Marketing erzeugen. Wir haben das Geld, die Influencer Träume und Ideen. Daraus kann man wunderbar schöne Virals erzeugen, welche dann auch wirklich durch die Decke gehen. Aktuell plant man nämlich oft selbst in den Agenturen irgendwelche Skripte, welche nicht zum Viral taugen und kauft sich erst danach einen YouTuber für die Aktion ein. Das wird auch weiterhin nicht funktionieren.

Und wenn man gar kein Influencer Marketing betreiben will? Dann sollte die eigene Idee für den Marketingstunt einfach so abartig geil sein, dass sie einfach ohne Kohle von der ganzen Welt samt Influencern freiwillig geteilt wird. Oftmals sind die Konzepte das echte Problem und nicht die Influencer.

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Geschrieben von

Seit 2003 aktiv im Web. Vorher nur bei Napster mit ISDN-Flatrate. Kenne noch Disketten. Blogger, Autor und Moderator. Twittere nebenbei als falscher Harald Schmidt unter @bonitotv. Führe wichtige Telefonate noch per Festnetz.

Richtig unfassbar wird es erst hier...