Twitterview – Ein Gespräch mit Bene Fitta

Wer steckt eigentlich hinter Bene Fitta auf Twitter? Der Kurznachrichtendienst ist ein Dorf. Zu den verschiedenen Schlagzeilen, TV-Sendungen und Meldungen finden sich auch immer die üblichen Verdächtigen mit ihren feinen Spitzen und Sprüchen in der Timeline wieder. Nur wer sind diese Nutzer auf Twitter eigentlich? Was denken sie über den Kurznachrichtendienst? Es ist an der Zeit das Dorf kennenzulernen. Heute führen wir daher ein kurzes Twitterview mit Bene Fitta.

Twitterview mit Bene Fitta

Im wirklichen Leben bin ich häufig mit diesen Aufgaben beschäftigt:

…mit dem Digitalisieren der analogen Welt um mich herum. Oder andersrum. Gepflegtes Harmonisieren und Dekodieren meiner Hirnanhangsdrüse. Tollen Menschen tief in die Augen schauen dürfen. Danke Welt. Zuerst war da ein Beat… alles swingt. Hauptsache der Drink ist kalt und prickelt.

Meine ersten Erfahrungen mit Twitter:

Meine herzerweichende Anti-Haltung zu Anfang bereitet mir heute noch ein Lächeln. Hand aufs Herz: Du verfasst den ersten Tweet und fühlst dich noch dümmer, als würdest du drei Betrunkene an der Tanke ansprechen… Aber ey – die grinsen wenigstens!

Wofür ich Twitter sehr dankbar bin:

Das Twitter es schafft, binnen Sekunden mein Herz zu öffnen, mich zu trösten, in eine andere Richtung denken zu können. Eine digitale Autobahn mit unendlich vielen Abzweigungen und Fahrbahnbelägen. Anzumerken ist auch das Stichwort Unverbindlichkeit. Da ich ein sehr analytischer-hedonistischer Mensch bin habe ich gelernt, auch über andere lachen zu können 😉 Wahrer Humor verletzt niemanden.

Die Begrenzung auf 140 Zeichen pro Tweet finde ich:

…nicht wirklich demütigend hinsichtlich meiner Sprachbildung, da ich ich aus der Generation Telmi bin und Kurzdeutsch nun auch kein neuer Trend ist. Aber manchmal reichen die Zeichen eben dann nicht über den Tellerrand hinaus.

Das macht mir bei Twitter am meisten Spaß:

Ich geh rein und finde in jedem Moment die Informationen, die ich zu brauchen scheine. Manchmal mampft man einfach nur Erdnüsse dazu, manchmal sitzt man mit offenem Mund da und ist unendlich gerührt… Ich kann einfach so blöd oder so lieb sein, wie ich will und es findet Anklang. Alles schwingt, alles wird.

Den Sinn meines Twitter-Profils erkläre ich mir so:

Kleben und kleben lassen. Damals hat man sich so Sticker, Plastikschnuller etc. irgendwo reingeklebt, diese nach Pizza duftenden Aufkleber – ich werde sie nie vergessen. Symbolhaft steht mein Profil für diesen Pizzaaufkleber. Einer findet es künstlich, der andere spannend, der andere will einfach nur reinbeissen und das ist völlig o.k.

Diesen Tweet von mir empfinde ich als pures Gold, aber meine Follower sahen das ganz anders:

Ich habe aufgegeben abzuwarten, bis einen jemand versteht. Habe auch noch keine einziges graues Haar… Es ist eh immer wieder wunderbar, dass da Millionen von 1 und 0 umherschwirren, die einem Menschen ein Zugehörigkeitsgefühl vermitteln und die Welt verbindet.

Dieses Feature wünsche ich mir schon lange auf Twitter:

Wie auch mein Gehirn extrem gut sortiert ist, würde ich mir Ordnerfunktionen wünschen, damit man leichter bewusst gesteuert Infos ziehen kann. Apple Music ist da voll auf Kurs. Alles emotionalisieren, was keinen Namen hat.

Was mich auf Twitter manchmal stört:

Dass man in Twitter nicht auf Twitter sein kann.

Bei diesem Tweet von einem anderen Twitter-Account habe ich laut gelacht:

Als ich erfuhr wieviel H.P. Baxters Fish tatsächlich kostet.

Dieser Tweet hat mich nachdenklich gemacht:

Das schaffen relativ viele, da ich Worte gerne im Kopf umstelle und sie für mich so eine zum Teil völlig neue Form auf dem gesagtem Fundament bilden.

Diese drei Twitter-Leute würde ich gerne im realen Leben treffen:

Die drei lustigen Drei. Gibt’s nicht?! Irgendwie doch: Armin Nassehi, nicht nur in der Uni…

@ArminNassehi

…dann meine Mutter und nicht zu vergessen den geistreichen Dönerbudenbesitzer, der immer zu viele Zwiebeln drauf macht, dass ich weinen muss. Danke für die Zeit!

Besten Dank für das Twitterview.

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