Gamescom Messe-Rundgang

Mit dem Gamescom Messe-Rundgang ziehen wir unsere Bilanz. Neben begehrten Anspielstationen, kühlen Wasserstellen und einem halben zurückgelegten Marathon wird sich unser Autor Benny Illgner auf persönliche fast schon auf dokumentarischer Ebene mit der größten Spielemesse der Welt auseinander setzen.

Mein Gamescom Messe-Rundgang

Mittwoch, 5:40 Uhr. Ich sitze hellwach und mit Smartphone in der Hand im ICE 645 der Deutschen Bahn und warte, dass die „Mission Gamescom“ endlich startet. Über Jahre hinweg die Umwelt bewundert, dass sie einen Besuch zur größten Spielemesse der Welt wagen. Die Türen schließen, ein ebenso ganz tief motivierter Zugführer begrüßt uns folgendermaßen:

Noch immer Mittwoch, 8:15 Uhr. Völlig erstaunt, dass es die Deutsche Bahn auch kurz vor (pünktlicher) Ankunft in Köln schafft zu spät zu kommen, finde ich mich drei Gleise weiter in der S-Bahn wieder. Das Gebäude der Koelnmesse vor meinen Augen. Nach relativ zügiger Rucksackkontrolle begann mein allererster Gamescom Messe-Rundgang. Als die Eingänge langsam öffneten lag ein Hauch aufgewirbelter Schweiß vermischt mit großer Neugier in der Luft. Messe de Toilete sozusagen Mein erster Gang in Halle 9 war ziemlich nahe am Reizüberflutung-Exodus. Großraumdisco ähnliche dumpfe Klänge von weiter vorne, geputzter dennoch gut gebrauchter Messeboden und insgesamt auf frische 8 Grad runtergekühlt. Ich habe es geschafft. Fast schon schmier-lesek wurde ich von Publisher Bethesda in ihre Dishonored 2 und PREY Gameplay-Präsentation reingezogen, durchgehend von Mitarbeitern beobachtet, saugte die bis dato „weltexklusiven neuen Szenen“ auf. Nach der Vorstellung habe ich mir erstmal ein neues Trommelfeld gekauft. Grün wie Hoffnung scheinte mich der Xbox-Stand an. Entertainment können se. Habe es mir natürlich nicht nehmen lassen, die Fortsetzung der mehrteiligen und hierzulande indizierten Zombiereihe „Dead Rising 4“ anzusehen. Selbst an der neuen Xbox One S wurde gezockt.

Beladen und zum Spielen gezwungen

12:30, Zustand hungrig. Auf dem Weg ins Wlan durchflutete Pressecenter kam ich mir beinahe wie auf dem deutschen Fernsehpreis vor. Hier ein Tatort-Ermittler, dort ein Ruhrpott-Schauspieler und war das da hinten nicht…nee, doch nicht Ralf Moeller. Bockwurst mit Brötchen und Cola light für glatte 5€. Det is Köln! Als sich derzeit aufbauender Noob im Blogger-Wesen generell interressant die Kollegen zu sehen. Etienné von den Rocket Beans, der von dem Blog etc. Der „Klassentreffen-Aspekt“ ist nicht zu verachten. Gestärkt ging es mit 2-5 Plakaten, unzähligen Schlüsselanhängern, einer Dose Red Bull und vielen Begegnungen im Kopf wieder in die abgedunkelten Hallen. Ein Demo von Titanfall 2 und FIFA 17 gerne! Neuen Gameplay-Teaser von Mafia 3 gucken? Klar! Auf meinem kurzen Aufenthalt, habe ich es mir doch nicht nehmen lassen eine Warteschlange mitzumachen. „The Climb“ von Crytek. Alles vom feinsten! Oculus Rift als VR, HTC-Vive als Controller und einen leistungsstarken PC als Bindemittel. Während dem Spielen hatte ich an und um mich herum mehrere tausend Euro. Mein Highlight!

„Unsere Messe schließt in wenigen Minuten.“

17:45 Uhr, Zustand: Füße taub und der Schrittzähler gratuliert mir im Sekundentakt zu neuen Rekorden. Nach 3-4 feinen Runden Lawbreakers und Titanium an NSA abgenommenen Rechnern, endet mein Gamescom Messe-Rundgang zunehmend. Der Sauerstoff auf dem Messegängen ist verbraucht, die nicht vorhandenen Begrüßungscocktails sind schal und die Musik beginnt von neuem, weil Replay. Meine Vermutung, dass es in den Warteschlangen, wie auf der Messe selbst, freundlich und beruhigt zu ging wurde positiv bestätigt. Auf dem Weg zum Kölner Hauptbahnhof schaue ich zurück und stelle fest, dass trotz Hektik und fehlenden Pausen dieser Trip es wert war.

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Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2010 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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