24 Mrz, 2016

Bist Du ein Fusion Lover?

Kürzlich war ich auf ein Event von HUAWEI im Soho-House in Berlin als Gast eingeladen. Dabei lag der Fokus nicht auf einer Produktneuheit, sondern auf unserer Nutzung von Smartphones im privaten und geschäftlichen Alltag. Ich selbst habe mich dabei als Fusion Lover ertappt.

Wie organisieren wir unsere Arbeit?

Der klassische 9to5 Job wirkt heute schon fast wie ein Auslaufmodell. Mittlerweile trifft man Gründer, Blogger und Mitarbeiter von Firmen auch im kleinen Cafe um die Ecke, oder gar in einem Coworking Space. Bei mir in Hamburg ist das betahaus gleich um die Ecke. Nicht selten trifft man sich dort dann auch spontan beim Einkauf am Vormittag. Arbeit verändert sich auch aufgrund der digitalen Transformation deutlich. Smarte Telefone und Tablets mit Tastatur ermöglichen heute nicht mehr nur ein Homeoffice, sondern lassen Arbeit und Privates überall stattfinden. Ich selbst wundere mich immer wieder sehr, wie wenig Mittel ich für meine tägliche Arbeit benötige. Man gebe mir einfach nur WLAN, ein Notebook und mein Smartphone. Schon bin ich einsatzbereit. Das trifft heute nicht mehr nur auf Blogger und Digital Natives zu. Das betrifft auf Dauer die komplette Arbeitswelt. Man ist mit seiner Steuerberaterin schnell über Whatsapp in Kontakt, twittert von einem Event, oder arbeitet aus der Bahn heraus.

Grenzen ziehen in einer grenzenlosen Welt

Ich habe extra die komplette Diskussion mitgefilmt und hier als Video auf YouTube eingebettet. Baptiste Giabiconi (Model und Social Media Influencer) hat aus seinem modernen Leben zwischen Laufsteg und Instagram berichtet. Welche Informationen teilt er mit seinen Fans? Ist es gar anstrengend diesen omnipräsenten Lifestyle zu leben? Zusammen mit Agnes Uhereczky (Mitgründerin vom WorkLife HUB) und Yatan Blumenthal Vargas (Mitgründer von HARDWARE.co) und James Laird (Redakteur bei Lifehacker UK) ergab sich so sehr schnell eine Diskussion um die modernen Stile im geschäftlichen Alltag. Vor allem aber fing ich selbst an nachzudenken. Wie ordne ich Arbeit für mich selbst ein? Was ist eigentlich genau Arbeit in meinem Leben? Beantworte ich Mails und Anfragen auch noch spät in der Nacht? Ziehe ich klare Grenzen zwischen meinem Berufs- und Privatleben? Muss ich meine Einstellung dazu vielleicht mitunter gar selbst hinterfragen? Dr. Ellen Ernst Kossek bereicherte die Runde hier in meinen Augen sehr. Sie hat genau diese moderne Arbeitswelt lange untersucht und vier Typen von Menschen und Nutzern charakterisiert. „Job Warriors“, „Fusion Lovers“, „Dividers“ und „Family guardians“ sind ihrer Erfahrung nach die Hauptgruppen unserer vernetzten Welt. Ich selbst gehöre dabei klar zur Gruppe „Fusion Lover“, weil ich gerne beide Welten immer wieder miteinander verbinde. Das wird sich wahrscheinlich bald mit dem Familienzuwachs ein wenig ändern, doch ich fand es äußerst spannend auch andere Typen in der Diskussion aufgezeigt zu bekommen. Manche Menschen wollen und brauchen eine klare Trennung von Beruf und Privatleben. Natürlich kann und sollte uns die Technik hierbei unterstützen unseren perfekten Lifestyle zu finden. Ich fand den Abend sehr spannend, weil mein Kopf neue Fragen und Gedanken mitnehmen konnte. Daraus entstehen zusammen mit den Eindrücken der CeBIT sicherlich in Kürze neue Kolumnen.

Und natürlich habe ich dann auch noch ein Foto mit Model Baptiste Giabiconi gemacht. Ich gehe doch als sein jüngerer Bruder durch, oder?

Ich gehe doch glatt als sein Bruder durch, oder? #Mate8 #baptistegiabiconi

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Danke an HUAWEI für die Einladung nach Berlin.

Rob Vegas

Seit 2003 aktiv im Web. Vorher nur bei Napster mit ISDN-Flatrate. Kenne noch Disketten. Blogger, Autor und Moderator. Twittere nebenbei als falscher Harald Schmidt unter @bonitotv. Führe wichtige Telefonate noch per Festnetz.

Hast Du noch Zeit?