Ein Greenscreen für YouTube

Greenscreen für YouTube

Ohne Greenscreen für YouTube geht heute nichts mehr. Für WebTV-Formate wird gerne ein Greenscreen verwendet. Oftmals sorgt diese Technik für deutlich mehr Aufwand bei der Nachbearbeitung. Mit ein paar Tipps kann man allerdings viel Zeit sparen.

Muss es überhaupt eine Bluebox sein?

Natürlich ist ein Greenscreen/Bluebox (blau wird immer seltener verwendet) eine tolle Möglichkeit, um kostengünstig eine eigene Studiowelt zu erschaffen. Man kann allerdings mit geringen Mitteln ein schickes Studio mit Materialen aus dem Baumarkt schaffen. Hier ein Logo auf gedruckter Leinwand, dort ein Regal und vielleicht noch ein Tisch für die Moderation. Bei dieser Variante sind zudem auch mehrere Kameraperspektiven möglich. Vor einem Greenscreen wirken diese Kamerawechsel auf das Publikum oft verstörend und der virtuelle Hintergrund muss perspektivisch korrekt angepasst werden. Zudem fällt in der Post viel weniger Rechenleistung an. Im Zeitalter von YouTube kann sich durch einen klassischen Studioaufbau ein Zeitvorteil ergeben. Allerdings gibt einem ein Greenscreen für YouTube auch sehr viel mehr Möglichkeiten bei der Gestaltung.

Welcher Greenscreen für YouTube ?

Die Ausleuchtung ist der Schlüssel für eine saubere Produktion mit einem Greenscreen. Hier muss in Lichter investiert werden. Im besten Fall können diese auch an Ort und Stelle im Studio verbleiben, weil man ansonsten bei jeder Aufnahme neu korrigieren muss. Es braucht Licht hinter der Person, damit man den Schatten auf dem Greenscreen (am besten ein Molton-Stoff) nicht sieht. Dieser macht spätestens im Rechner eine Korrektur nötig. Dazu muss die komplette Fläche gleichmäßig ausgeleuchtet werden. Es bedarf also einer Menge Lichtequipment. So ein Greenscreen nimmt schnell eine ganze Wand ein. Immerhin will man sich vielleicht noch ein wenig bei der Moderation bewegen und mit den Händen leicht arbeiten.

Ein Trick kann Rechenzeit sparen

Normalerweise würde man nun das fertige Rohmaterial importieren, einen Chromakey im Videoschnitt anwenden und lauter Effekte auf den Greenscreen legen. Hier müssen Schriften ins Bild fahren, Fotos auftauchen und vor unserem Moderator sollte ebenfalls eine Bauchbinde zu finden sein. Diese ganzen Effekte können Gift für die anschließende Renderzeit sein. Es kann daher von Vorteil sein, das Rohmaterial nur mit einer fertigen Grafik für den Hintergrund zu belegen. Dazu baut man sich schon vorher eine fertig gerendertes Video mit Effekten für den Hintergrund. Dieses kann man einfach im Loop spielen lassen und spart sich damit für alle künftigen Produktionen Rechenzeit.

Schlüssel zum Erfolg

Noch einmal zum Verständnis: Anstelle das Material zu keyen, ein Foto als Hintergrund einzufügen und danach mit Effekten zu versenden, verwendet man ein vorab gerendertes Video mit jenem Foto und Effekten. So muss man nur noch eine Videodatei in den Greenscreen einfügen und der Rechner kann den Prozess viel schneller rendern. Oftmals lohnt es sich sogar dann das Video nun komplett zu rendern und als neues Video ins Projekt zu importieren. Auf dieses neue Video kann man nun Bauchbinden legen, eine komplette Farbkorrektur anwenden, oder Effekte hinzufügen. Gerade bei längeren Videoprojekten und regelmäßigen Produktionen sind Vorlagen der Schlüssel zum Erfolg. Einmal aufwendig erstellen und später nur noch als Video einfügen.

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Die Grafikeinheit

Einen Videoschnitt mit einem festen Hintergrund kann man selbst mit dem Windows MovieMaker realisieren. Hier wird lediglich die Schere an der gewünschten Stelle angesetzt. Für Greenscreen-Produktionen braucht es dagegen oftmals viel Leistung von der Grafikkarte (welche im besten Fall für die Videosuite optimiert ist) und einen starken Prozesser. Notebooks und Macbooks kommen hier schnell an ihre Leistungsgrenzen und ein leistungsstarker Desktop mit moderner Grafikkarte ist meist die bessere Wahl. Schließlich will man am Ende nicht eine Stunde auf sein fertiges Video warten. Zudem sollte man Greenscreen-Videos immer nachträglich noch einmal kontrollieren. Jedes Videoschnittprogramm erlaubt sich hier gerne einmal Fehler bei der Ausgabe. Da hat man schnell einen grünen Frame und muss das ganze Projekt noch einmal rendern lassen.

Die digitale Bestückung

Ich arbeite schon seit Jahren mit dieser Technik und kann ein Lied davon singen. Man muss jenen Greenscreen auch mit Inhalt füllen. Hier kann man nicht einfach ein beliebiges Foto aus der Google-Bildersuche nutzen. Das Urheberrecht muss geachtet werden und somit muss man oftmals selbst für einen ansprechenden Hintergrund sorgen. Fotos, gezeichnete Figuren, Animationen und Effektvorlagen müssen selbst gestaltet und an das Projekt angepasst werden. So eine Produktion mit einem Greenscreen für YouTube kostet damit noch einmal mehr Zeit. Schließlich müssen die verwendeten Medien immer zum Thema passen. Man muss Material finden, selbst gestalten und es zu einem stimmigen Gesamtpaket verwandeln. Hier geht wirklich die meiste Zeit drauf und der Aufwand für diese Erstellung von eigenem Material wird gern unterschätzt. Genau deshalb male ich zum Beispiel sämtliche Personen des öffentlichen Lebens selbst mit einem Grafiktablet. Pro Bilddatei gehen da schnell 30 Minuten ins Land.

Der große Vorteil

Natürlich hat so viel Arbeit auch immer einen Vorteil. Man kann sich durch den austauschbaren Hintergrund eine eigene Studiowelt erschaffen und sie immer den eigenen Bedürfnissen anpassen. Man muss kein neues Regal kaufen, sondern kann ein Update durch neue Grafiken und Vorlagen ermöglichen. Vor nur einer grünen Wand sind so verschiedene Formate möglich. Daneben verursacht ein Greenscreen-Studio nach der ersten Installation kaum mehr Kosten. Stellt man obendrein das Licht noch fest ein und bewegt das Equipment nicht mehr, so kann man ebenfalls in kurzer Zeit mit guten Vorlagen durchaus schnelle Produktionsabläufe ermöglichen.

Nicht ohne Grund ist ein Greenscreen für YouTube so beliebt.

Seit 2003 aktiv im Web. Vorher nur bei Napster mit ISDN-Flatrate. Kenne noch Disketten. Blogger, Autor und Moderator. Twittere nebenbei als falscher Harald Schmidt unter @bonitotv. Führe wichtige Telefonate noch per Festnetz.

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