
Die Hackergruppe Anonymous hat die GEMA-Webseite gehackt. Mehr oder minder ein Zeichen gegen das Urheberrecht und den Umgang der GEMA in Verbindung mit gesperrten YouTube-Videos.
Seitdem fragen mich viele Zuschauer, Verfolger auf Twitter und Leute auf Facebook wie ich darüber denke?
Die Antwort wird viele von Euch verblüffen. Ich finde das nicht gut. Klar ärgere ich mich darüber, wenn ein Video in meinem Land nicht verfügbar ist. Nur sehe ich auch die andere Seite. Es ist einfach als Nutzer gegen das Urheberrecht zu sein. Man hat schlichtweg keine Vorteile davon, sondern soll stattdessen zahlen. Immer, für alles und überall.
Ich dagegen habe die andere Seite kennengelernt. Das man Geld für sein Intro erhalten kann, weil die ARD das im Fernsehen zeigt. Wie wenig Geld ich mit meinen Werken im Vergleich zur klassischen Industrie verdiene. Zensursula brachte keinen Cent und wurde von mehr als einer halben Million Bürgerinnen und Bürgern gehört. Natürlich sind diese Modelle altbacken und auch für mich unfair. Ich darf für meine Shows und Videos nichts benutzen. Selbst auf der kompletten Spiegel-Online-Seite liegt ein Copyright. Ich dürfte nicht einmal die Meldung mit Foto einblenden. Ich darf auch ein Trainingsvideo nicht mit Rocky-Musik unterlegen, oder das Bild einer Schauspielerin zeigen. Und diese Creative-Commons-Idee ist auch unausgegoren. Alles muss abgesprochen sein, die Vielfalt ist nicht vorhanden und ich muss jemanden an meinen Einnahmen beteiligen. Ich habe selbst genügend Nachteile durch Institutionen wie der GEMA und befürworte sie dennoch.
Man muss sich einmal fragen wie Leute wie Sascha Lobo Geld verdienen? Durch Bücher. Klassisch. Durch Spiegel Online, weil dort klassisch Geld gemacht wird und man ihn bezahlen kann. Es ist heute immer schwieriger mit seinen Inhalten wie Musik, Literatur, Video und anderer Kunst echtes Geld zu verdienen. Keine paar Cent an Bannerwerbung, sondern eine vernünftige Bezahlung. Da schreibe ich einen Hit wie “Kevin bleibt allein zu Haus!” mit fast 1,2 Millionen Aufrufen und fahre noch kein neues Auto? In den Anfangszeiten von TVTotal wäre ich mit dem klassischen Geschäftsmodell gut im Geschäft und an der Spitze der Charts gewesen.
Es gibt bekannte YouTuber die mehr Quote als Pocher, Schmidt, Lanz, Jauch und Co. holen und bestenfalls ein mittelgutes Gehalt verdienen. Die Millionenverträge finden im Fernsehen statt. Da ist ein Ungleichgewicht. Und Dinge wie die GEMA schützen Rechteinahber. Ich bin mittlerweile selbst Rechteinhaber. Mein Intro gibt es nicht kostenlos. Da spricht extra ein Amerikaner drüber, damit es sich nicht jeder als Mp3 klaut. Prinzipiell ist das eine eigene Schöpfung, mein Werk und wenn ich irgendwas habe, dann ein gutes Lied, welches man vielleicht ein ganz klein wenig zu Geld machen kann. Heute dagegen sollen Künstler wie ich alles verschenken. Für eine Tasse bezahlen? Kostenlos!!! Zum Nulltarif arbeiten. Ich mag den Schutz meiner Werke. Ich mag es wenn dafür Geld auf mein Konto fliesst. Davon kann man größere Ideen umsetzen. Einen Kurzfilm drehen, Equipment kaufen und ersetzen. Es finanziert den Künstler und sein Vorhaben.
Die Leute die schmipfen und alles blöd finden landen am Ende selbst mit einem Buch in den klassischen Medien und ihr Konto erfreut sich am altmodischen Geschäftsmodell. Die ARD zahlt sogar Hotelübernachtungen und Anfahrt. Verlage verkaufen Dein Buch und stellen es nicht kostenlos als Blog ins Netz. Du kannst von dem Geld Butter kaufen. Charlotte Roche geht es wirtschaftlich besser als den tollsten Bloggerinnen der Nation.
Ich springe hier sicherlich zwischen den Themen. Es ist auch eine auf mein Handeln bezogene Antwort. Aber verschenken finde ich doof. Ich finde Qualität toll. Wenn die was kostet bin ich gerne dabei. Gepaart mit einem tollen Service ist es das beste Geschäftsmodell aller Zeiten. Schmidt sagte einmal in der Pressekonferenz zu meinem Fakeaccount: “Information(Humor) ist Ware. Gibt es nur gegen Geld oder gute Presse.”
Damals fand ich das vermessen, denn ich habe ihm kostenlos eine Menge guter Presse spendiert, das Sommerloch gefüllt und ihm nicht geschadet. Ich hätte an seiner Stelle dem jungen Mann die Hand geschüttelt mich bedankt und gesagt: So und nun ist auch gut!
Heute denke ich immer noch so, doch mit der Information hat er Recht behalten. Nur gegen Geld, ansonsten bleibt es Hobby. Der Künstler muss von seinem Angebot (Ware) leben können. Dann ist er zufrieden, hat den Kopf frei und kann sich entwickeln. Dann ist es gerecht. Was momentan auf YouTube, Twitter und im Netz stattfindet ist im Vergleich zum TV eine Schande.
Punkt.
Dieser Artikel ist für Dich kostenfrei erstellt worden.


























Wicker sagt:
Was für eine kapitalistische Denkweise lese ich denn in diesem Artikel, Herr Vegas. Nicht, dass ich ihre Meinung nicht respektieren würde, doch nahezu ausnahmslose für jede Nutzung Ihres geistigen Eigentums Verdienst zu verlangen, finde ich übertrieben.
Aug 24, 2011, 13:14Ich meine, ist es nicht so, dass, wäre alles frei zugänglich, schöne und große Dinge viel einfacher und vor allem kostengünstiger zu erstellen wären?
MfG
Wicker
gewappnet sagt:
Ich gebe Dir prinzipiell vollkommen recht. Nur ist offensichtlich, dass der von Dir sehr richtig dargelegte Grundsatz mit den Mitteln und Geschäftsmodellen der Vor-Internet-Zeit so nicht mehr umgesetzt werden kann. Der ganze Begriff der Kopie, wie ihn das Urheberrecht noch aus der analogen Zeit hat, wird im Digitalen absurd. Ich fühle mich als belächelter Dinosaurier, weil ich aus Überzeugung keine Raubkopien mache. Und war es nicht ein bekannter Amateur-Internet-Humorist, der tagelang einer illegalen Film-Stream-Seite nachtrauerte?
Es grenzt einfach an Realitätsverweigerung, wenn man trotzig an etwas festhält, was in der Praxis nur dazu führt, dass in breiten Teilen der Bevölkerung keinerlei Unrechtsbewusstsein für Urheberrechtsverletzungen mehr besteht. Es MUSS einfach ein an digitalen Publikationen orientiertes neues Urheberrecht und völlig neue Geschäftsmodelle für kreativ Schaffende geben. Sonst wird die Situation immer schlechter für alle werden – Kreative und Konsumenten.
Die GEMA in der Form ist für mich Teil des Rückzuggefechts der analogen Weltsicht. Wie absurd deren Verhalten ist, sieht man ja daran, dass viele Künstler die Sperre bei YouTube in Deutschland schlecht finden, obwohl die GEMA doch angeblich deren Interessen vertritt. Wenn Lady Gaga selbst ihr neues Video bei YouTube einstellen lässt, das dann aber von ihrer eigenen Interessenvertretung gesperrt wird, kann irgendwas nicht stimmen.
Ganz unabhängig davon ist das Hacken der GEMA-Seite absolut kein geeignetes Mittel, die nötige Diskussion voranzutreiben.
Aug 24, 2011, 13:33Rob Vegas sagt:
@Wicker: Mit Verlaub es ist Schwachsinn. Kapitalismus? Künstler sollten von ihren Inhalten profitieren/leben können und nicht mit Cents durch Banner abgefunden werden. Immerhin haben sie das Werk erstellt. Ich kenne viele Bands und Künstler welche überhaupt keine Möglichkeit haben ihre Werke zu monetarisieren.
Für jede Nutzung Geld zu verlangen? Nun im Fernsehen wird durch die TV-Werbung jedes Werk finanziert. Warum sind dort Millionen an Produktionskosten abgedeckt? Im Netz dagegen reden wir von Bruchteilen von Cents. Ich kritisiere nur das Ungleichgewicht. Soll ein Musiker alle Musik verschenken? Prinzipiell sollte er immer wenn es gespielt wird etwas davon haben. Es ist sein Lied und nicht Allgemeingut.
Die moderne Rechnung ist ja folgende…verschenke so viel bis Du so bekannt bist und Du entdeckt wirst von der klassischen Industrie. Damit wird dann Geld verdient. Klappt nur selten bei Bands. Also alles verschenken? Selbst kleine Rechteinahber sollen profitieren.
robvegas
Aug 24, 2011, 16:12Rob Vegas sagt:
@gewappnet: Zugegeben habe ich mich über Kino.to amüsiert. Es zeigt aber vielmehr das Unvermögen der Studios einen brauchbaren Dienst anzubieten. Was ich an nur zwei Tagen in die Videothek bei AppleTV investiert habe…unglaublich. Aber es ist gut gemacht, also zahle ich.
Ob es ein neues Recht geben muss? Vielleicht. Doch geklaut ist geklaut. YouTube ist toll um bekannt zu werden. Sicher. Aber dennoch muss es doch ein Gleichgewicht zwischen Pocher und Aussenseitern geben. Beide holen 1 Mio Views die Woche, einer verdient Millionen von Euros.
Die Abgrenzung oder Ausgrenzung der Geschäftsmodelle ist kritisch. Meine Twitter-Sprüche werden von der Welt Kompakt abgedruckt. Dafür verlangen sie von den Lesern Geld. Bei mir landet kein Cent. Da läuft was schief. Sende ich meinen Spruch/Witz per Brief! beim Playboy ein und sie drucken ihn ab erhalte ich gar eine Flasche Whisky. Das stimmt doch alles nicht.
robvegas
Aug 24, 2011, 16:19bla... sagt:
So ungefähr sehe ich das auch. Wenn ich Arbeit in etwas reinstecke will ich dafür auch gerecht entlohnt werden. Das zählt fürs “analoge” genauso wie fürs “digitale”. Immerhin steckt man nicht mehr Arbeit in beispielsweise einen Holztisch als in eine Videoproduktion (oder Musik, Intro, Grafiken,Texten etc.). So gesehen gibt es erstmal zwei Lösungen: Entweder man verschenkt alles, also auch Equipment, Material und Lebensmittel genauso wie digitale Medien oder man verkauft alles.
Aug 24, 2011, 20:26Hanzo sagt:
Servus Rob,
na klar, ein Künstler will Geld verdienen. Verstehe ich gut. Nur warum soll es in Deutschland alleine so sein? Warm nur wir Deutschen? Es gibt Leute, die umgehen dann einfach diese “Sperre” und schauen/hören sich trotzdem die Sachen an. Warum zählt die “Gema” auch nicht im Ausland? Warum stellt ihr eben solche “Werke” nicht als “Premium” zur verfügung und sagt: “Wir wollen XY ct/€ dafür haben, dass du dir das jetzt ansehen kannst.” Eben weltweit.
Man kann auch kostenlos einige Werke reinstellen, um Leute eben anzufixen.
Denn wenn es nicht für alle gilt, dann ist das Zensur ähnlich.
Ein weiter Aspekt ist: Wie viel verdienen denn kleine Künstler an der GEMA?
Vergleichen wir in der Tariftabelle ein kleines Konzert eines unbekannten/kleinen Künstlers und einem großen Konzert eines berühmten Künstlers, kommt man zum Schluss, dass es für den größeren Künstler günstiger wird.
mfg,
Hanzo
Aug 24, 2011, 17:29Name (benötigt) sagt:
Tja, Willkommen in der Wirklichkeit des sozialen Webs! Vielleicht kann man mit so einem Format einfach nicht das ganz große Geld machen. Wer hat dir denn versprochen, dass das gehen soll? Selbst die riesigen Plattformen, auf denen du aufbaust, schreiben rote Zahlen. Dabei müsste doch zuerst die Plattform mal Geld verdienen (da sie dies wiederum nur an ihren Usern mitverdienen kann). Twitter mit Millionen von Users feilen immer noch an einem Geschäftsmodell mit dem sich Geld verdienen lässt. Ist Facebook eigentlich profitabel? Die schrieben bis vor kurzem doch noch immer rote Zahlen. Google+ ist der nächste riesige Dollarofen.
Und womit lässt sich Geld verdienen: Mit kostenpflichtigen Plattformen, z.B. Fernsehen, Zeitung, Buch, etc. oder wie Apple das macht. Ich mag es zwar, das freie Web und ich mag Apple nicht, aber… wie sagt man bei uns: Von nichts kommt nichts.
Aug 24, 2011, 20:18MaSi sagt:
Ein großes Problem ist, dass das der Rechtedschungel mit Urheberrecht, Lizenzrecht, Masterrechte, u.v.m. für die meisten user undurchdringbar oder gar nicht bekannt ist. Darum werden bei den ganzen Diskussionen Plattenfirmen mit Verlagen, Künstler mit Urhebern, Gema mit Künstlervertretung verwechselt und gleichgestellt. Man kann dies Niemandem vorwerfen, da es hierfür am besten ein Studium oder jahrelanger Erfahrung braucht um den rechtlichen Hintergrund zu durchschauen.
Aug 24, 2011, 22:31Aber mal ganz einfach gesagt. Ich backe Brötchen und nebanan macht ein Supermarkt auf. Der holt meine Brötchen in großen Mengen ab und verschenkt sie als Lockangebot für seine Kunden. Das Problem dabei ist nur, der Supermarkt will mir die Brötchen nicht bezahlen und erzählt all seinen Kunden: Wir würden Euch die Brötchen gerne sxchenken, aber der böse Bäcker will uns keine mehr liefern. Alle Kunden schimpfen dann über den bösen Bäcker und keinen interessiert es, dass der Supermarkt dem Bäcker die Brötchen gar nicht bezahlt. Ja, ich weiß schon, die digitale Welt ist anders und das Beispiel ist sehr vereinfacht aber es trifft den Kern. Und, egal ob digitale Welt oder analoge, die Urheber, die all die schönen Songs schreiben die wir jeden Tag hören, stecken viel Arbeit, viel Zeit, viel Geld in die Entwicklung dieser Songs – es ist ihr Beruf. Sie müssen davon leben und das ist ein sehr reales Leben in dem sie wohnen, essen, trinken und investieren müssen um weiter für uns die von uns allen geliebte Musik erarbeiten zu können. Es ist nur richtig, dass ein Produkt, eine Ware, eine Dienstleistung, die Max von Hans bezieht von Max an Hans auch bezahlt werden muss. Vor allem wenn Max sie auch noch dazu nutzt sein eigene Geschäft damit zu machen.
Nastja sagt:
Hi Rob,
nicht böse gemeint aber hast du alle Rechte für die Fotos auf deiner Flicker Galerie? zb für das Call of Duty Cover hast du bestimmt keine Rechte und benutzt es aber trotzdem, warum auch immer. Warscheinlich weil es dir gefällt und nicht weil du damit Besucher anlocken willst… merkst du was?
Du hast einfach ohne groß darüber nachzudenken ein Foto mit deinem Iphone gemacht und es ins Netz gestellt und so machen es mitlerweile Millionen andere auch!
Ob mit Musik, Filme oder Fotos. Sei doch froh das jemand deine Werke kopiert und kostenlos Werbung daür macht.
So wie du mit dem Call of Duty Cover Werbung für das Spiel und die Wii machst.
Such dir andere Wege um an Geld zu kommen… Es gibt viele Webmaster die verdienen 5stellig mit ihren Webseiten und wenn du das nicht schaffst dann such dir was anderes wo du gut drin bist oder überdenke die Strategie die du gerade fährst.
Wie gesagt das ist nicht böse gemeint aber ich kann das rumgehäule im Netz nicht mehr ertragen. In jeder Branche gibt es Hypes und die gehen früher oder später vorüber. Jeder will immer mehr und immer weniger dafür leisten. Die Zeiten sind aber vorbei.
Dieser Artikel ist für Dich kostenfrei erstellt worden.
Mfg
Nastja
Aug 24, 2011, 21:49Rob Vegas sagt:
@Nastja: Ziemlicher Schwachsinn von Dir.
Ich habe das Spiel gekauft, das Cover dient der freien Vermarktung auf allen Kaufseiten und durch mein Foto kannst Du das Werk nicht nutzen. Da hätte ich das Spiel schon rippen müssen, na?
Es geht dabei nicht nur um mich, aber selbst ich sehe im Kleinen die Ungerechtigkeit. Man benutzt meine Werke im TV, aber ich darf deren Inhalte nicht nutzen. Musiker bekommen kein Geld.
Ich fände es wäre ein guter Schritt wenn die Schranken geöffnet würden. Jeder darf im Itunes Musicstore seine Musik verkaufen. Ohne Label. Immerhin haben sie meine Kontodaten.
Jeder darf Preise für YouTube-Werbeclips vor seinem Video selbst festlegen. Das Fernsehen zahlt für Werke von YouTube. Oder Nachrichten der Öffentlich-Rechtlichen Anstalten sind zur freien Verwendung durch die Bevölkerung nicht geschützt.
Bei Trailern ist das so. Jeder darf den Trailer zeigen, weil das Filmstudio die Rechte dafür eingekauft hat.
Ich beschwere mich dabei gar nicht über die Vermarktung der Rob Vegas Show. Da kann ich viel selbst machen. Ich finde es nur gut, wenn nicht alles umsonst wird und die neue Generation denkt…alles ist frei und soll frei sein. WinWin…nur keiner verdient.
Und dieses dämliche Beispiel mit der Bekanntheit kann ich auch nicht mehr hören. Ja wenn du genug verschenkst bist du so bekannt das du Geld verdienst. Dann haben wir bald eine Künstlerschaft die aus Lady Gaga und zehn anderen Künstlern besteht und der Rest bekommt Hartz4.
robvegas
Aug 24, 2011, 22:01Nastja sagt:
Hi Rob,
danke erstmal für “schwachsinn” und “dämlich”
Das mit dem Cover ist ein Beispiel und wenn man es jetzt kleinkariert sieht ist es so das du mit dem Keyword “Nintendo Wii Call of Duty 3″ Google Traffic generierst und auf deine Homepage verweist aber nicht auf einen Shop wo man das Spiel erwerben kann.
Ich will jetzt nicht all deinen Content durchsuchen wo ich sicherlich noch bessere Beipiele finde aber es ist doch die Sache ansich. Das Netz lässt sich nicht Kontrollieren und deshalb sind manche Dinge einfach nicht mehr realisierbar.
Jetzt aber schluss damit, ich will dir ja nicht böses sondern nur darauf aufmerksam machen das jeder Kopiert und mehr oder weniger irgendwelche Rechte verletzt die mitlerweile nicht mehr Zeitgemäß sind.
Zu deiner Youtube Idee… Warum solltest du die Preise für die Clips festlegen? YT gehört doch nicht dir (den Künstlern). Eigentlich müsste der Künstler an YT Geld bezahlen damit er es dort veröffentlichen darf! Und wenn ich höre 1,2 Mio Aufrufe… Weißt du wieviele das Video wirklich angesehen haben? Ich wette das sind ein paar hundert Menschen der rest hat kurz geklickt, wurde doppelt gezählt oder war ein Kommentar Spammer. Bewertet doch nicht immer diese Klicks das ist ein imaginärer Wert den nur YT beziffern kann. Das genau versteht ja auch die Gema nicht. Es sind keine 1.2 Mio Leute die eine CD gekauft hätten!
Das “dämliche” Beispiel alles kostenlos haben zu wollen trifft ja auch auf dich zu. Warum bezahlt du nicht den Traffic an YT den du mit deinen Millionen Aufrufen generierst?
Rob, wenn alle die bei YT “Erfolg” haben wirklich die Leute anziehen würden wegen des Contents was sie erstellt haben würden die auch auf anderer Art Geld verdienen. Wenn du Erfolg haben willst dann musst du schon 1,2 Mio Aufrufe am Tag generieren wie zb. Shakira. Ihr Erfolg beruht sich darauf das sie erstkalssigen Content erstellt. Auch die “Aussenseiter” verdienen auf YT nicht genug um davon Leben zu können die müssen auch andere Dinge machen um mit ihrer Arbeit/Videos Geld zu verdienen. Du sollst dich ja auch nicht Verschenken, erschaffe was wofür es sich lohnt zu bezahlen. Dann kommt das Geld von ganz alleine. Bei dem einen sind es Millionen bei dem anderen sind es ein paar hudert tEuros.
Es gibt doch Millionen von Musikern die besser sind als Lady Gaga. Ohne die Massenmedien (Werbung) würde die Gute auch nur ein Bruchteil von dem Verdienen was sie jetzt verdient. Es ist doch gerade das prinzip des Internets dafür verantwortlich das “kleine” Künstler überhaupt was verdienen bzw entlohnt werden… auch wenn es teilweise nur Klicks bei YT sind
Oder das Beispiel Böhse Onkelz, die haben es geschafft ohne Labels, Gema usw richtig Asche zu machen! Warum, weil die Gut waren. Und wenn die morgen sagen wir machen eine CD und Tournee verdienen die auf einen Schlag 7stellig selbst wenn die alles auf YT hochladen und kostenlos anbieten. Millionen würden die CDs kaufen und warscheinlich auch Millionen würden auf die Konzerte gehen und Geld dafür ausgeben. Aber meinst du ehrlich es würde auch nur einer für irgendwelchen Müll auf YT Geld bezahlen???
Lasst die User selbst entscheiden wofür er bezahlen soll oder nicht.
Und nun zu Hartz4… was meinst du was sich einer Leisten kann der ein paar hundert Euro bekommt zum Leben (nicht nur Hartz4ler)? Eine CD, einen Film und was zu Essen??? Ich meine der Monat ist lang und sollen Leute mit wenig Geld ein Lied, einen Film pro Monat hören uns sehen? Das ganze Thema ist doch nur da weil das ganze System im “Arsch” ist und nicht weil irgendjemand was kopiert…
So jetzt bist du wieder dran… aber bitte kostenlos
Mfg
Nastja
Aug 24, 2011, 23:43Rob Vegas sagt:
@Nastja
Wer mich kennt weiß das ich die Wertung “schwachsinn” nur auf den Inhalt beziehe
Dein Beispiel mit dem Cover wird nicht besser. EA hat den Künstler dafür bezahlt, ich das Spiel erworben. Es ist sogar indirekte Werbung. Deswegen darf man auch Nike Shirts tragen. Da ist das Logo drauf. Darfst sogar ein Foto von mir machen. Ist bezahlt.
Du willst mir nichts Böses? Habe ich auch nie gedacht. Ich beschwere mich auch nicht über die Vermarktung meiner Werke im speziellen, sondern über die gesamte Situation. Mit mir hat der Hack der GEMA-Seite wenig zu tun. *Werbung TASSENDRUCK.de!”
Deine Argumentation auf YouTube bezogen hinkt ebenfalls. Ich muss Google mein Werk sogar abtreten. Ob die damit rote Zahlen schreiben ist egal. Tut Sat1 sicherlich auch mit Künstlern. Aber das Fernsehen zahlt für das Werk, für die Kosten und sagt nicht…erstellt ihr mal, wir beteiligen euch an der Werbung. Da gibt es Geld für die Produktion und dann darf das Sat1 vermarkten. Das klassische Modell ist hierbei sehr viel gerechter und sichert sogar noch Arbeitsplätze beim Sender. Muss Gottschalk eigentlich auch für den Traffic beim ZDF in der Mediathek zahlen? Oder für das Sendezentrum? Die Satelliten? Ich glaube kaum. Problem des Anbieters.
Es geht nicht nur um YouTube. Nebenbei schaffen immer weniger Bands und Künstler den Sprung. Sattdessen kommen die alten Hasen immer wieder aus dem Keller weil sie klassisch bekannt geworden sind. Genau wie die Böhsen Onkelz. Ich wäre sehr vorsichtig mit der Mutmaßung sie würden den gleichen Erfolg heute als kleine Band noch einmal hinlegen.
Es wäre schon hilfreich wenn Künstler viel leichter wie Labels Mp3s unter dem Video verkaufen könnten, selber Preise mitbestimmen und ihre Werke mehr schützen könnten. Das geht aber meist nur über Labels und die alte Industrie.
Das Beispiel mit dem Hartz4-Empfänger finde ich auch weit ab. Ein armer Mensch muss alles haben dürfen? Er kann heute alles haben und sich den ganzen Tag ablenken, weil alles verfügbar ist. Die Leute werden mit kostenlosen Inhalten überschüttet oder es wird ihnen zu einfach gemacht daran zu kommen. Ein Schüler kann sich das ja alles nicht leisten? Wer sagt das er jeden Film sehen muss? Gerade deshalb ist ja auch nichts mehr Besonders.
Wenn das alles so super ist mit den freien Medien zum Nulltarif…weil doch alles kostenlos sein soll und man bestenfalls für Konzerttickets zahlen will, dann frage ich mich wie auf Dauer noch irgendwas produziert werden soll? Ich merke schon bei jeder Sendung im TV, bei jedem Film, jeder Komödie, jedem Musikvideo…wie überall gespart wird. Es geht zu Lasten der Qualität. Die coolen und tollen Dinge, die wirklich wichtigen Inhalte sind nicht so entstanden.
robvegas
Aug 24, 2011, 00:13Nastja sagt:
Also wenn ich EA wäre dann würde ich meine Cover nur zur verfügung stellen wenn auch damit Werbung für mein Produkt gemacht würde. Genauso wie das Video über das Iphone… Ich sage nur Logo der Telekom
Aber lass das Thema jetzt auf sich beruhen sonst bekommen die bösen Abmahner noch Wind davon. Ein Foto darf ich von dir machen wenn du es mir erlaubst. Mache ich ein Foto von dir und benutze es um deine Videos zu defamieren muss ich mit einer netten Nachricht mit Kostennote deinerseits rechnen
(beisp. Iphone Video). Klar musst du YT (Goolgle) die Rechte einräumen aber nicht Exclusiv. Die müssen sich ja auch absichern damit sie später nicht von dir verklagt werden. Du kannst aber deine Werke auch woanders hochladen oder Vermarkten. Dieses Recht wird dir ja nicht genommen. Dafür darfst du ja auch KOSTENLOS Werbung für eine 5€ Tasse machen die du jetzt für über 40€ verkauft hast. (Ich hoffe das mit der Spende ist auch so *grins*). Warum bezahlt das TV den Produzenten? Ganz klar, die Produktionen sind viel viel Aufwändiger als ein YT Video. Wenn du dann noch für die Öffentlich Rechtlichen Produzierst must du abgenommene Geräte benutzen die um ein vielfaches teurer sind als Standart Equipment. Das macht dann Sinn das die Produzenten ordentlich Geld dafür bekommen wobei man manchmal mit dem Kopf schütteln muss was alles verlangt wird und vieles damit teurer macht was der Steuerzahler dann bezahlen muss. Ob das was da Produziert wird das Geld auch Wert ist wage ich oft zu bezweifeln… siehe Gamescom Reportage. Beim Beispsiel Gottschalk ist es doch so das der Typ Einschaltqoute macht und sich dadurch Werbung verkaufen lässt. Ohne guten Content kein Geld. Wenn ich jetzt dich als Beispiel nehme ist es doch so. Wenn du weiter an deinem Projekt Arbeitest und richtig gut wirst dann brauchst du keine Labels und auch keine alte Industrie. Du wirst ohne überhaupt was dafür zu können Bekannt durch den Viralen Effekt im Internet. Künstler brauchen keine Gema und das TV braucht keine GEZ um Geld zu verdienen. Was die Onkelz angeht bin ich mir ziemlich sicher!! Lade mal ein Video von den Onkelz hoch und pass auf was passiert… In ein paar Wochen wird das Video tausendemal angeklickt obwohl warscheinlich hunderte Kopien davon auf YT existieren. Das schaffst du mit deinen eigenen Themen nur wenn Iphone, Apple, Call of Duty
oder gerade WM ist und du machst ein Video über Kevin allein zu Haus. Meinst du ernsthaft das es an dem alten System liegt das die “alten Hasen” immer wieder gespielt werden? Hey, die sind bezahlt und kosten kaum noch was und so können die Geldgeier doch viel mehr verdienen. Siehe Roberto Blanko, das alte System hat ihm dazu verholfen das er nur einmal in seinem Leben wirklich gearbeitet hat und davon Jahrzehnte leben durfte ohne wirklich zu Arbeiten. Erzähle das mal einem Arbeitslosen der wirklcih arbeiten will und verklicker dem dann noch das er die CD oder den download bezahlen soll. Wie gesagt das System ist auf Abzocke ausgelegt um den kleinen Mann den Rest aus der Tasche zu ziehen.
Um das jetzt zum Abschluss zu bringen sage ich dir schaffe was was andere Mögen und du wirst sehen es lässt sich auch auf anderem Wege Geld verdienen. Die Studie über Kino.to bzw. über die User sagt doch alles. Leute die “illegal” im Netz gedownloadet haben gehen öfter ins Kino und kaufen mehr DVDs. Es ist die Propaganda der Massenmedien die suggeriert das es so nicht geht weil die ihren Arsch retten wollen! Das ist übrigens nicht nur in der Unterhaltungsindustrie so sondern in vielen wenn nicht allen Bereichen unseres Lebens. Es wird Zeit das sich was ändert und wir sind auf dem besten Weg!
Aug 24, 2011, 01:34Stephan Römer sagt:
Hey Rob,
ich bin selbst Komponist und kann dir nur in allem zustimmen, was du geschrieben hast. Diese selbstgefällige Einstellung vieler User, ein Anrecht auf kostenlose Musik (oder eben andere Inhalte im Netz) zu haben ist schlichtweg falsch.
KEINER von diesen Menschen würde umsonst arbeiten, warum sollten wir es dann tun? Als Antwort bekommt man dann meistens zu hören: “dann gebt doch Konzerte und verkauft CDs, damit kann man auch überleben!”.
Sorry, aber die Leute, die so etwas von sich geben haben nicht die geringste Ahnung. Ich z.B. bin Auftragskomponist, ich kann keine Konzerte geben und auch keine CDs verkaufen. Es gibt eben nicht immer nur Schwarz und Weiss…
Oder noch besser: “hättest du halt was Anständiges gelernt”. In so einem Moment wünschte ich mir, dass jegliche Art von Kunst oder Medien mit einem Fingerschnipp auf dieser Erde verschwinden würde. Denn, wenn alle einen “anständigen Beruf” gelernt hätten, hätten wir nichts von alledem.
Cheers,
Stephan
Aug 24, 2011, 23:50Nastja sagt:
Hi,
Stephan du verstehst das auch nicht. Es geht nicht darum das “ihr” umsonst Arbeiten sollt. Durch das Internet kannst du dich selber vermarkten und brauchst die “Großen” nicht. Und was dann unterm Strich rauskommt wenn du deine Werke kostenlos + kostenpflichtig Anbietest ist mit sicherheit mehr!
Schaut euch mal die beiden Links an….
http://www.gulli.com/news/1699.....2011-08-30
http://www.gulli.com/news/1234.....2011-08-29
Lasst euch nicht von den Massenmedien verarschen!!!
Mfg
Nastja
Aug 24, 2011, 22:53Stephan Römer sagt:
Nein, Nastja. Du verstehst leider nicht.
Aug 24, 2011, 02:40Alles Links, die du gepostet hast sind völlig irrelevant für mich.
Ich bin Auftragskomponist, keine Band…
Sagev sagt:
Ein Youtuber ist letzten Endes nichts anderes als ein Straßenmusikant 2.0 oder Straßenclown 2.0.
Aug 24, 2011, 17:46Er träumt vom großen Geld von der Berühmtheit und dem Durchbruch. Sein Publikum sind Passanten, von denen nur die wenigsten lange stehen bleiben und evtl. einen Obolus in den Hut werfen. Jeder kann Straßenclown sein. Jeder kann sich auf die Bühne stellen, die ihm die Fußgängerzone bietet und jeder denkt, er sei der Beste und hätte das dicke Geld verdient. An jeder ecke Steht ein potentieller Superstar und ärgert sich darüber, dass seine Arbeit nicht richtig gewürdigt wird.
Wenn ich mich 5std. in die Fußgängerzone stelle und jongliere, dann sehen mich auch tausende Leute. Dann muss ich auch mein Equipment und die Gema Gebühren für die musikalische Untermalung bezahlen;) die Busfahrkarte, die Verkleidung etc. In meiner Freizeit muss ich regelmäßig üben genau wie der Straßenmusiker. Mit welcher Rechtfertigung sollte jemand, der seine Jongliertricks in einem 5min Youtubeclip zeigt (mit 1700 views), mehr verdienen als ich?
Natürlich ist es nicht fair, dass im Gegensatz zu mir ein Pocher Millionen „verdient“.
Die meisten Fernsehunterhalter sind vollkommen überbezahlt. Sie bekommen Stundenlöhne, die man mit nichts rechtfertigen kann. Wenn ein Lou Bega den Hit Mambo Nr.5 in angenommenen 160std. produziert und anschließend nur durch die Gema und den Plattenverkauf Millionen scheffelt, dann ist der Stundenlohn reinster Wahnsinn.
Genauso wie youtube ist auch das Privatfernsehen und Radio umsonst. Würde die RobVegasShow im Privatfernsehen laufen, würde sie genau wie die Gema über die Werbung finanziert (nicht durch den Nutzer).. und so müsste das bei youtube auch sein. Wenn youtube weiß, welche Videos Gema-Content enthalten, könnten sie auch der Gema für jeden Klick einen bestimmten Betrag bezahlen, oder sie am Werbeerlös beteiligen, so wie sie es bei ihren youtube-Partnern ja auch machen. Flattr finde ich auch eine sehr gute Idee.. Das ist dann quasi der Hut des Showmasters2.0. Es bekommt nicht derjenige das meiste Geld, der sich am besten auf dem Marktplatz positioniert (youtube Startseite) und den meisten Krach macht, sondern der, der die Leute wirklich begeistert. Es zählt Qualität nicht Quantität.
Nastja sagt:
@Stephan Römer
natürlich betrifft dich das auch, wenn der Künstler, Band oder wer auch immer ganz ganz viel Geld verdient würde er sich dich leisten können und du würdest mehr Aufträge bekommen. In der heutigen Welt ist es aber so das ganz viele mitlerweile ihre Musik und Filme selber machen können da es professionelle Technik oder Programme kostenlos gibt und dazu noch einen kostenlosen Vertriebsweg. Ob Fotografen, Musik Produzenten oder Filmemacher jeder von denen hat damit zu kämpfen und so auch du. Lebe mit dem Wandel, pass dich an oder du wirst in deinem Job untergehen. Angefangen hat es im Internet mit den Pornoproduzenten, die Vertriebe (Videotheken) haben es damals nicht erkannt was das Internet für ein Werkzeug ist und sind reihenweise Pleite gegangen. Dafür verdienen heute viele kleine Webmaster 5stellige Beträge ohne groß Kosten zu verursachen. Film Produzenten in diesem Bereich verdienen heute auch nichts mehr dafür aber Millionen privater Produzenten überhaupt etwas. Mädels die früher nur einmalig pro Szene bezahlt wurden verdienen heute jeden Monat soviel das sie davon leben können siehe Livecams oder Portale wo private Videos hochgeladen werden.
@Sagev
Sehr, sehr gutes Beispiel! Wobei die meisten Strassenkünstler weit mehr drauf haben als die meisten YTler.
Die Ungerechtigkeit liegt nicht im kostenlosen Download oder Streaming sondern woanders. Verlage oder Labels verdienen sich dumm und dämlich, bauen riesen Verlagszentren aus Gold und der dummer User muss blechen. DAS wird in Zukunft nicht mehr funktionieren dafür aber werden gute Künstler öfters die Chance haben überhaupt Geld zu verdienen und das ist doch mehr als Gerecht.
@ Rob
Du fragst dich was in Zukunft noch Produziert werden soll und meinst das nichts mehr qualitativ Hochwertiges enstehen kann dann schau dir mal den Film “Home” auf YT an dann wirst du sehen was alles geht!!! Das ist eine Non-Profit Produktion und glaub mir sowas schau ich mir tausendmal lieber an als die scheiß C-Promi Kacke im TV! Danke Yann Arthus-Bertrand für diese einmaligen Bilder unseres Zuhause!!!
Aug 24, 2011, 14:12Hoschi sagt:
Hallo zusammen!
Das hier einige Male angebrachte Argument, dass ein Künstler genauso ein Anrecht auf angemessene Entlohnung hat wie beispielsweise jemand der mit Obst handelt hinkt gewaltig.
Wenn ich jemandem einen Apfel klau, dann hat er einen Apfel weniger und ich einen mehr. Wenn ich einen Song kopiere passiert genau nichts. Es entsteht keinerlei Substanzverlust. Hier kann man jetzt sagen, dass aber eine entgangener Gewinn auch ein Verlust ist. Stimmt vielleicht sogar. Wie kann aber ein fairer Preis für Kunst ermittelt werden? Normalerweise kommen Preise bekanntlich durch Angebot und Nachfrage zustande. Da aber in Zeiten des Internets das Angebot unbegrenzt ist muss der Preis folglich eigentlich auch unbegrenzt sein. Unbegrenzt klein.
Hier schließt sich der Kreis und der Vorteil des fehlenden Substanzverlustes durch Vervielfältigung wird zum Nachteil.
Daneben ist die Diskussion sinnfrei. Die GEMA vertritt Rechte, die schlicht nicht zu vertreten sind. Das wurde ja hier auch schon ein paar Mal gesagt. Die Realität sieht einfach anders aus. Jeder der sich dagegen wehrt ist verloren.
Vereinfacht ausgedrückt: Ein Künstler verkauft schlicht “nichts”. Nur weil jemand auf die Idee kommt Lust zu verkaufen bedeutet das noch nicht, dass ich sie auch kaufen muss.
Wie kann sich der Künstler also finanzieren? Indem er etwas verkauft. So trivial und einfach das auch klingt, so richtig ist es aber. Ein Auftragskomponist wird ja wohl in der Lage sein mit seinem Auftraggeber einen fairen Deal zu schließen und hofft nicht allein auf GEMA-Einnahamen. Für alle andere gilt: Verkauft nicht das Musikstück (es geht hier um die GEMA, trifft aber in abgewandelter Form auch auf andere Werke zu), sondern nutzt es als Werbung. Ein Live-Erlebnis ist etwas völlig anderes als eine Kette von Einsen und Nullen. Ein T-Shirt verursacht beim Verkäufer einen Substanzverlust für den er ausgeglichen werden muss.
Trauert nicht den alten Zeiten hinterher. Die Musikindustrie versucht seit Jahren erfolglos gegen Raubkopierer vorzugehen. Was haben sie erreicht? Ihre eigenen Kunden und die Rezipienten der Werke wurden kriminalisiert. Es wurde versucht ein Modell zu erhalten das einfach überkommen ist. Eine Firma die im Grunde nichts, aber auch garnichts mit Musik zu tun hat ist schlau genug mit iTunes Geld zu verdienen.
Warum kann Apple das und die etablierten bekommen es nicht hin? Weil Apple erkannt hat, dass es dem Musiknutzer in der Regel nichtmal um die Geldersparnis geht, sondern darum, die Musik schnell und in dem Format verfügbar zu haben die er will. Eine CD ist Plastikschrott, wer macht sich denn bitte keine MP3s aus den wenigen noch verkauften Originalen?
Das nur als Denkanstoß.
Aug 24, 2011, 17:57