Auszug der aktuellen Kolumne auf Quotenmeter.de :
Wir erinnern uns. Eine Wette ging schief und ein junger Mann ist seitdem gelähmt und ans Krankenhausbett gefesselt. Es war ein tragischer Unfall und man wünscht dem Patienten von seinem Sofa aus das Beste für die Genesung.
Gottschalk nimmt nun bald seinen Hut und geht noch einmal auf große Abschiedstournee. Ich habe diese Form des Abgangs noch nie wirklich verstanden, doch sei es ihm zugestanden noch einmal auf GEZ-Kosten nach Malle zu reisen. Er hat über die Jahre einen guten Job gemacht und wir alle sind mit Thommy groß geworden.
Doch so sehr ich den Wettkönig und seine Art mochte, so sehr kann ich sein Verhalten nicht verstehen. Den Vater von Samuel interviewte er live im Fernsehen. Was sollte das bringen? Den Genesungsfortschritt kann es sicherlich nicht beschleunigen. Kameras aus. Hier ist die Unterhaltung beendet. Da war das Interview fast schon geschmacklos.
Und was sehe ich diese Woche in der Gazette Nummer Eins in Deutschland? Gottschalk mit Samuel im Rollstuhl. Er hat ihn besucht. Er gab ein Interview. Es war die BILD. Muss man diesen jungen Mann in die Öffentlichkeit ziehen und das Leid zum Unterhaltungswert schreiben? Der Besuch ist toll, aber ohne BILD-Redakteure und schöne Fotomotive weitaus hilfreicher. Was sollte das?
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