Britain’s Got Talent The Arrangement

Britains got Talent 2010

Wo ist eigentlich die Susan Boyle 2010 ? Dieses Jahr hat es die britische Castingshow “Britain’s got Talent” nicht geschafft einen gloablen Megastar zu proudzieren. Gewonnen hat eine Artistikgruppe namens Spellbound, welche natürlich schwieirg zu vermarkten sein dürfte. Man wird sie über die Bühnen der Welt jagen, doch gibt es davon am Ende keine Platte zu kaufen.

Doch auch ohne globalen Paul Potts in 2010 habe ich dieses Jahr meinen absoluten Casting-Liebling gefunden. Acht Studenten enterten mit ihrer Formation “The Arrangement” die Bühne von Britain’s got Talent. Und vielleicht fällt das nur Leuten wie mir auf, doch hatte der Frontmann einen Plan. Viele Gedanken hat sich der Kerl über seinen Auftriit vorab gemacht. Im Gespräch vor der Show hofft er nicht zu früh rauszufliegen, damit die Nummer ihre Wirkung entfalten könne. Da hat jemand eine Idee, keinen Sixpack, kein tolle Figur und auch nicht die beste Stimme der Welt, doch mit ein wenig Klebeband und ein paar Mädels mit Geigen könnte seine Idee funktionieren. Es wirkt wie eine List, denn auf der Bühne singt Mr. Arrangement moderne Popsongs im klassischen Gewand und geht dazu natürlich ab wie Schmidts Katze.

Er hat auch keine andere Wahl. Er muss die Massen mit einer guten Show aus dem Hinterhalt begeistern. Simon Cowell hört dagegen nur die ersten Worte des Sängers und kloppt auf den Buzzer. Genau wie vorab erwartet, doch der Plan funktioniert. Mit einem Song von Beyonce und einer eigenartigen aber coolen Choreographie bringt er das Volk hinter sich. Ein typisch britischer Typ. Vielleicht hat er nicht die beste Geschichte, oder die besten Geigerinnen, vielleicht fehlt es der ganzen Nummer an Größe, doch die Ausführung mit seiner Portion Schalk im Nacken begeistert in seiner Form und Ausführung.

Am Ende hat “The Arrangement” es geschafft und das Publikum in seiner Hand. Jurymitglied Pierce Morgan hat die Genialität sofort erkannt und sieht in dem jungen Kerl auch ein wenig sich selbst, Amanda Holden hat den Witz wie das Publikum verstanden und am Ende muss sich selbst Cowell das dritte “YES” eingestehen. Schon in einer einzigen Kameraeinstellung während des Auftritts sieht man sein Zwinkern. War er von der Stimme her nicht begeistert, so gibt es diesen Punkt, wo selbst Simon dem Charme der Gruppe erliegt.

Leider hat es nicht für “The Arrangement” gereicht, weil sich das britische Publikum vor den Fernsehern anders entschied. Das liegt aber auch an der Machart der Show. Sind die Castings noch sehr sympathisch in ihrer Aufmachung und Stimmung, so bewegt man sich zum Finale hin auf ein großes Studio mit Lichteffekten, Pyros und RTL-Aufbauten. Oft viel zu groß für die Künstler, doch so ist es nun einmal.

Dennoch hätten die Engländer besser für “The Arrangement” abgestimmt. So schreiben es auch viele Nutzer in den Kommentaren zum Videomitschnitt auf YouTube. Es verkörpert der britischen Humor, die gute Idee und auch die Tradition dieses Landes.

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