Clixoom Die Online Talkshow

Clixoom Christoph Krachten

Kennt ihr eigentlich Christoph Krachten? Nein? Das ist auch gut so, denn genau deshalb kann die Online Talkshow mittlerweile so gut funktionieren. Christoph ist keine B-Promi Leiche aus dem Fernsehen, welche es nun online versucht, sondern unverbraucht und trotzdem ein wenig älter als die YouTube-Stars. Als echter Moderator kennt er aber die Techniken und hat schon für verschiedenste Sender gearbeitet. Da stimmt der Background.

Clixoom war früher auf einer eigenen Seite im Netz beheimatet und dort wurden viele bekannte Promis zum Interview geladen. Das war bisweilen lustig, aber in sich nun auch nichts wirklich Neues. Eine Online Talkshow halt. Nach einem Wechsel zu YouTube änderte sich aber alles für Christoph und sein Format. Es war der erfolgreichste YouTube-Start eines Partners in der jungen Geschichte des Videoportals und fortan nahm man nicht nur die Stars und Sternchen ins Programm, sondern versuchte endlich auch einmal die bekannten YouTuber auf die gleiche Stufe zu stellen.

Christoph interviewt zum Beispiel YouTube Guru “Herr Tutorial”. Und im Gegensatz zum Fernsehen fängt Clixoom nun halt nicht künstlich an mit der Kamera zu wackeln. Ich kenne das nun seit Jahren. Internet? Dann muss das total “flippig” aussehen, modern, verwackelt und geschnitten wie ein Musikvideo. Furchtbar. Clixoom zeigt hier einfach nur den Menschen hinter der Kamera und gewährt somit den Zuschauern und Fans wirklich einen tieferen Einblick in das Leben der YouTube-Stars. Es muss nicht flippig sein. Man kann auch zwanzig Minuten mit einer Kaddi reden und dabei sogar auf ernste Themen kommen. Immerhin kennen wir im Netz keinen Sendeschluss.

Clixoom hat das erkannt und es ist bewundernswert wie Herr Krachten auf der einen Seite nachhakt, aber dennoch nie zu einem investigativen TV-Fuzzi mutiert, welcher natürlich alles besser weiß. Den Leuten aus dem Netz wird in diesem Format ganz einfach und völlig normal Respekt gezollt. Das wirkt in seiner klassischen Produktion ohne Kamerawackler geradezu erfrischend und erstmalig authentisch. Das ist keine freakige Clipshow, sondern ein Format für das Netz. Man nimmt sich Zeit, spricht über Gott, Zombies und die Welt und am Ende hat man ganz ohne Schlagzeilen und Skandal einen besonderen Menschen vorgestellt. Das Kunststück dabei sogar ein so sensibles Thema wie Selbstmord zu behandeln ist mehr als nur einen Preis wert.

Da kann man für die Zukunft nur hoffen, dass Fahrt- und Produktionskosten bei einem an sich kostenlosen Format auch gedeckt sind. In jedem Fall sammelt Clixoom Zuschauer, gibt den YouTubern eine neue Möglichkeit sich präsentieren und bezieht erstmals durch die Fragen der Zuschauer auch das Publikum auf eine logische Art und Weise in die Sendung mit ein. Hier muss nicht extra ein Notebook im Bild stehen, damit es den Netzcharakter hat. Clixoom ist das Netz und dank der Show wird das Bild über diese “verrückte Internetgemeinde” vielleicht auch in den klassischen Medien ein wenig normalisiert.

Hier geht es zum Kanal von Clixoom auf YouTube

Diesen Artikel empfehlen:
  • Digg
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google
  • MisterWong.DE
  • TwitThis
  • Technorati
  • Yigg
  • MisterWong
  • Wikio

Schlagworte: , , , , ,


3 Kommentare bisher, eigenen Senf abgeben?

  1. Timtotal (Tim) sagt:

    http://www.robvegas.de/2010/05/21/clixoom/

  2. Fuchs sagt:

    Ich schaue die Interviews sehr gerne!

  3. Can sagt:

    Du hast recht, Clixoom hätte echt schon fast einen Preis verdient. Klasse gemacht von Christoph.

Eigenen Kommentar schreiben