
Hurra das iPad ist da! Selbst der Preis von 499$ für das neueste Hype-Gerät aus dem Hause Apple scheint moderat. Nach iPod und iPhone gibt es nun auch ein Tablet mit den bekannten Funktionen und Apps.
Mit Büchern, Filmen und Apps soll das Gerät auch für Verlage interessant sein. Immerhin kann man nun auch sämtliche Magazine auf dem iPad verkaufen. Mit der UMTS-Variante kann man dann später sogar unterwegs online gehen und sich die neuesten Bücher und Filme auf sein iPad laden.
Das erscheint doch alles ziemlich genial, oder? Mich erinnert das iPad dagegen vielmehr an die alten Nintendo-Konsolen, oder vielmehr an das System der Konsolenhersteller. Man bringt erst einmal eine coole Konsole auf den Markt und versucht dafür einen möglichst günstigen Preis zu finden. Das Geschäftsmodell hat nicht die Hardware im Fokus, sondern vielmehr die später verkauften Spiele, welche man sich natürlich im besten Fall nicht kopieren kann. Der Gameboy war damals nicht unbedingt teuer, aber jedes Spiel kostete auf der Cartrdige locker 50 Mark.
Apple geht diesen Weg nun ebenfalls. Man verkauft nicht mehr nur teure Rechner und überteuerte Notebooks, sondern bietet Geräte für den Massenmarkt an und generiert die Einnahmen dann über die eigenen Shopsysteme.
Du willst Dir einen Film auf deinem coolen iPad ansehen? Na dann mal flink die Kreditkarte her! Musik aus dem iTunes Store? Das kostet. Neue Apps? Mit einem Klick bist Du wieder 2,99$ los. Magazine und Nachrichten im Abo? Da gibt es sogar die Flatrate von Axel Springer. Natürlich kann man sich auch kostenlose YouTube-Videos ansehen und im Web auf Spiegel Online surfen, doch das Gerät baut durch seine vielen “Stores” vielmehr auf den Verkauf von Medien. Bücher kaufen, Filme leihen und Apps ergattern.
Die Wii kostet “nur” 199€, aber hast du erst einmal zehn Spiele gekauft, einen extra Controller und zusätzliche Retro-Spiele aus dem Onlineshop, so bist du im Wert schnell bei einem Gebrauchtwagen angekommen. Es wird richtig teuer und für Apple auf Dauer eine kleine Cashcow, weil fast alle Einkäufe auf dem iPad über die Apple-Shops laufen. Kauft man nichts, so ist das iPad bestenfalls noch ein Bildschirm mit Browser.
Durch die verkauften Spiele kann dann selbst ein Konzern wie Nintendo in die Enge getrieben werden. Oder sehen wir in fünf Jahren Mario auf dem iPad rumhopsen?



























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