
Nach Jahren der Verunsicherung ist nun die Meldung da: Das A-Team kehrt in einem neuen Kinofilm auf die Leinwand zurück! Viele Fans und Zuschauer sehnten sich nach einem Comeback der Show, doch Hollywood ist gerade richtig dabei die Nummer zu vermasseln.
Den Studios fehlt Geld und so setzt man schon seit einigen Jahren auf alte TV-Highlights, welche man mit einem Kinofilm und neuem Cast zur Cashcow machen will. Die alten Fans hassen die Neubesetzungen und am Ende steht doch ein meist kommerzieller Erfolg an den Kinokassen. Gerade das “Mosern” der Fans trägt die Meldung zur Neuauflage in alle Herren Länder.
Im Falle des A-Teams hätte man das Original-Ensemble aber sowieso nicht mehr auf die Leinwand bringen können. George Peppard ist in den 90ern verstorben. Somit fehlt allein schon Anführer Hannibal Smith als tragende Rolle und wird durch Liam Neeson ersetzt. Den anderen Schauspielern der Serie aus den 80ern wurden natürlich Cameo-Rollen angeboten, doch Mr.T schmetterte eiskalt ab! Niemand aus dem alten Team wolle dieses Remake als Cameo unterstützen. Verständlich!
Interessant die Tatsache, dass es nicht viel Schminke bräuchte um das gealterte Rest-Team wieder fit zu machen. Dirk Benedict hat sich als “Faceman” erstaunlich gut gehalten, Mr.T ist immer noch ein sympathischer Muskelprotz und einzig und allein Dwight Schultz ist nicht mehr so leicht als Howling Mad Murdock wiederzuerkennen.
Der neue Film wird sich aber dennoch in eine Reihe mit Remakes von “Starsky & Hutch“, “Drei Engel für Charlie“ etc. einreihen. Die Titelmelodie von Mike Post wird im Kinosaal in THX erklingen und die Kasse klingeln.
Dabei gibt es aber auch noch ein paar spannende Fakten und Anekdoten zum echten A-Team zu erzählen. Ich brenne hier vor Halbwissen und eines meiner heimlichen Talente ist der Anfangstext aus der TV-Serie. Ich kann es wie Götz Alsmann in Englisch runterrattern. Ich weiß nicht einmal warum!
Da ist zum Beispiel die fast tragische Rolle von George Peppard, welcher ein großer Hollywoodstar war und neben Audrey Hepburn 1961 in Frühstück bei Tiffany’s aufspielte. Auch seine Rolle in “Operation Crossbow“ ist bemerkenswert. Doch Peppard hat es nicht zum riesigen Durchbruch verholfen. Er konnte das Level nicht halten und lief nach dem Rauswurf aus einer Serie die Strassen entlang wo ihn ein Produzent der neuen Show sah. Fast aus Mitleid bekam er so die Rolle des Hannibal Smith und fühlte sich dennoch wie der einzige Star im Team.
Das bekam auch Mr.T zu spüren. Peppard mochte ihn nicht, sprach außerhalb der Rolle fast nie direkt mit ihm. Dirk Benedict stand laut eigener Aussage oft zwischen den beiden Schauspielern und musste Mr.T Sätze von Peppard ausrichten. Mr.T fand es bisweilen sogar irrwitzig und konnte sich das Lachen nicht verkneifen. Schlimm für Hannibal weil die Menschen und Zuschauer auf der ganzen Welt nicht den Anführer des Teams liebten, sondern B.A. der Star der Truppe wurde und mehr Geld als Peppard verdiente.
Mr.T war übrigens auch das einzige Mitglied, welches ohne vorheriges Casting besetzt wurde. Ihm wurde die Rolle des B.A schon vorab direkt auf den Leib geschrieben. Die Rolle des Faceman sollte eigentlich auch an einen anderen Schauspieler gehen, doch Dirk Benedict hatte Glück und bekam im letzten Moment die Rolle seines Lebens als Faceman.

Sehr interessant ist auch die Nominierung des Dwight Schultz. Er rechnete gar nicht mehr mit der Rolle des Murdock und alle Beteiligten aus dem Produzententeam hatten ihm das auch deutlich gemacht. Er war schon raus! Doch natürlich müssen Piloten im amerikanischen Filmbusiness noch vor einem Testpublikum bestehen. Dort bekommen die Zuschauer Geräte in die Hand und können einen Regler in zwei Richtungen drehen. Drehen sie nach links, so ist es tierisch langweilig, während die rechte Seite extreme Zustimmung und Freude zeigt.
Immer wenn Murdock auf den Schirm kam und in seiner Rolle fast schon wie im Theater völlig überreagierte schlugen bei allen Geräten die Buzzer nach rechts aus! Er war vom Start weg der Publikumsliebling neben Mr.T und bekam im letzten Moment die Rolle. Dirk Benedict und Dwight Schultz sind übrigens seit der A-Team Zeit dicke Freunde und spielen selbst heute noch auf der Bühne zusammen.
Federführend für die Serie war Stephen J. Cannell, welcher die tollen Geschichten für das Team schrieb. Er schied später aus und man merkte es der Show in weiteren Staffeln sehr an. Die Plots waren fortan immer gleich und nicht mehr sonderlich kreativ wie zu Anfang. In der ersten Folge hatte man sich dagegen einen richtigen Spass erlaubt. Man kaufte aus einem Bond-Film einen extrem teuren Helikopterstunt. Ein Heli fliegt gegen einen Berg, explodiert und stürzt ab. Es kostete einen Batzen Geld, doch Stephen J. Cannell ließ die Bösewichter nach dem Absturz mit ein paar Schrammen aus dem Heli steigen
Das ist auch das Grundmotto der Show gewesen: “Niemand stirbt im A-Team!”. Es wurde geballert, gebaut, gesprengt, doch niemals wurde jemand durch die versilberte AK-47 getroffen. Es war eine Comic-Serie mit realen Darstellern. Wahrscheinlich auch der Erfolgsgrund der Serie. Da spielten Jungs Cowboy und niemand wurde verletzt. Sie rauchten sogar. Dirk Benedict sagte vor einiger Zeit in einem Interview, dass man heute gar kein A-Team mehr machen könnte. Man dürfte nicht mehr rauchen, nicht rumballern und damit wäre ein neues A-Team wohl eher ein “Gay-Team”.
Bis auf Mr.T haben die anderen Schauspieler kaum noch große Erfolge vorzuweisen. “T” wirbt immer noch in den USA für Snickers, hat Werbeverträge und Auftritte, doch Dwight Schultz spielte lediglich noch eine Nebenrolle in Star Trek. Das A-Team bleibt ihr größter Erfolg.
Hier sieht man noch ein Video wie das A-Team die Niederlande besuchte. Ganz Holland hat die Jungs empfangen und hier kann man wirklich den Erfolg der Serie sehen. Heute bringt kein Doctor House mehr so viele Menschen auf einen Flughafen. Der Begriff “Flashmob” wirkt gegen diese Euphorie wie ein schlechter Witz.
Vor ein paar Jahren machte sich übrigens ein junger Moderator mit dem Ziel auf das noch existierende A-Team binnen 10 Tagen zu einer Reunion zu bewegen. Eine sehr geniale Show mit dem Namen “Bring Back The A-Team!”. Für Fans der Serie eine Pflicht! Ich kann den Moderator und jedes gezeigte Gefühl vollends nachvollziehen. Ein Held!



























Norbert sagt:
Da soll noch irgendwer sagen, den Sittenzerfall in dieser Gesellschaft gibt es nicht.
norbert_hayduk
Nov 02, 2009, 20:00Rob Vegas sagt:
Sittenverfall? Wie meinen?
robvegas
Nov 02, 2009, 20:01Nase sagt:
Soweit ich weiß (und Dirk Benedict selber sagt), wurde die Rolle des Face extra für Ihn geschrieben. Genau so übrigens wie der Starbuck aus Kampfstern Galactica. Nur haben die Studios ihn immer nicht gewollt und erst anderes versucht, ehe sie ihn dann doch genommen haben.
Also, er hat die Rolle nicht mit Glück ergattert, es hätte von Anfang an seine sein sollen, nur mussten die Studios überzeugt werden.
Es gibt nur ein echtes A-Team, da können die Studios so viele Kopien ins Rennen schicken, wie sie wollen
Nov 02, 2009, 11:57Snake sagt:
Ich denke auch,das es nur ein A-Team gibt und gab,solange sie nicht bis auf einen,die anderen Schauspieler einsetzen,wird mich die Serie nicht wirklich interessieren,aufgewärmte Suppe schmeckt nunmal nicht.
Nov 02, 2009, 20:11Es Gibt auch nur ein Murdock,den kann man nicht nachmachen^^