Das Web 2.0 bedeutet für mich eine neue Stimme des Publikums. Es ist der öffentliche Leserbrief mit zum Teil noch größerer Leserschaft. Neben den privaten Kommentatoren des Zeitgeschehens gibt es auch eine aktive Nutzerschaft mit Inhalten wie meinen Videos. Da gibt es junge Künstler, Musiker, Schauspieler, Autoren und alles in allem ergibt das viel besprochene Web 2.0 .
Gerade zur Wahl und auch in der Vergangenheit fällt mir aber auf, dass gerade in Deutschland noch immer auf die klassischen Köpfe gesetzt wird. Aufrufe zur Bundestagswahl, mehr Toleranz, oder politische Themen müssen hier in Deutschland immer mit Ulrich Wickert präsentiert werden. Selbst ein Schauspieler einer Doku-Soap ist vor der Kamera mehr wert als ein prominenter Blogger. Dabei meine ich übrigens alle Blogger und weniger mich selbst.
Zoomer holte sich einst Wickert, bei Wahlaufrufen setzt man auf TV-Moderatoren und das klassische Fernsehen überschwemmt das Netz mit seinen Köpfen. Die Chance des Web 2.0 ist doch gerade das Publikum und seine Stimmen zu präsentieren. Das geschieht auch vereinzelt, aber bei Toleranz361 muss dann wieder eine Band wie Silbermond vor die Kamera.
Ich habe nicht einmal was gegen diese Prominenten. Ich liebte die “geruhsame Nacht” von Wickert und kann auch mit einem MTV-Moderator Kavka im ZDF als digitalem Wahlhelfer leben, doch es geht am Gedanken des Web 2.0 meiner kleinen Ansicht nach etwas vorbei.
In Amerika sehe ich da bei Events wie YouTube Live eine bessere Entwicklung. Hier werden die Poweruser auf die Bühne geladen und stehen direkt neben Künstlern wie Katy Perry vorm Publikum. Auch dort ist die Entwicklung noch in den Kinderschuhen, aber hierzulande würde man wohl alle drei Minuten aus Angst einen Wickert durchs Bild laufen lassen.


























Rainer Blessing sagt:
Hast Du Beispiele wo US Blogger prominent zu sehen sind?
Sep 02, 2009, 18:34