Frank-Walter Steinmeier wollte Bundeskanzler werden. Wollte? Die Wahl ist emotional gesehen doch schon längst gelaufen und Angela Merkel könnte jetzt schon die Torte anschneiden, aber man wartet halt aus Rücksicht auf die Gefühle der SPD noch bis zum Wahlabend ab.
4 Millionen Arbeitsplätze will Frank-Walter Steinmeier schaffen! Mit seinem Deutschland-Plan (erinnert mich ein wenig an den Marshallplan) soll die Vollbeschäftigung wieder erreicht und die Arbeitslosigkeit endgültig besiegt werden. Das klingt wie ein schlechter Scherz? Der schlechte Scherz kommt erst noch! Um gegen die Amtsinhaberin eine Chance zu haben, wurden nun 10 (In Worten ZEHN!) halbwegs unbekannte Damen ins Schattenkabinett berufen. Weitere Kommentare zum Wahlkampf erübrigen sich da fast. Steinmeier wirkt im Wahlkampf wie eine Pepsi mit hormoneller Störung.
Doch warum will Steinmeier überhaupt Kanzler werden? Welcher Teufel hat ihn bloß geritten? Der Mann war und ist als Außenminister durchaus geschätzt beim Volk! Unser Frank bekommt internationale Kontakte, tolle Fotos mit den Reichen und Schönen dieser Welt und hätte nach seiner Zeit sicher wie Joschka Fischer einen überbezahlten Job bei einer Pipeline-Holding gefunden. Mit der nervenden Politik im Inland musste er sich gar nicht erst beschäftigen und geriet somit seltener in die Schlagzeilen. Gibt es in Deutschland überhaupt einen besseren Job?
Wahrscheinlich hat der gute Außenminister das Ende der großen Koalition kommen sehen. Damit wäre sein Posten als Außenminister sowieso hinfällig geworden. Was tut man also? Man bäumt sich ein letztes Mal für die Partei auf und versucht einen guten Job zu machen. Am Ende verliert Frank aber nicht nur seinen schönen Job als Minister, sondern wird wahrscheinlich auch noch von der eigenen Partei für die verlorene Wahl verantwortlich gemacht. Da möchte man aus Mitleid schon fast Pepsi wählen.


























Ben Onetree sagt:
Steinmeiers Wahlkampfkonzept erinnert ein wenig an das von Schröder 1998. Nur ein wenig schlechter. Damals warb Schröder für neun gute Gründe, ihn zu wählen. Der zehnte hieß Kohl. Jetzt könnte der zehnte Grund Steinmeier heißen. Wahlkampfkonzepte wurden seit jeher von den konkurrierenden Parteien kritisiert. Von den umliegenden Parteien in der Luft zerrissen, bevor das Konzept eigentlich verkündet wurde, findet man erst jetzt. Steinmeier wirkt so noch nicht mal wie eine geschmacklich verunglückte Pepsi, sondern wie River Cola.
Aug 02, 2009, 20:11Rob Vegas sagt:
Er spricht sogar wie Schröder
robvegas
Aug 02, 2009, 20:24Ben Onetree sagt:
Stimmt!
Ich würde dann aber eher Elmar Brandt wählen.
Sehr hörenswert: http://bit.ly/8AE3F
Aug 02, 2009, 20:41WeltKritikErbe sagt:
Die Frage die sich mir förmlich aufdrängt ist doch:
SOLL er überhaupt Kanzler werden?
Aug 02, 2009, 21:55Sam sagt:
Ich würde auf jeden Fall auch sagen, dass das ganze doch eher an River Cola erinnert. Im Vergleich zu diesem Schauspiel hier, ist Pepsi doch noch um Längen zu gut. Bin mir auch sicher, dass die nicht demnächst den Herrn Kandidaten als Testimonial einsetzen wollen.
Aug 02, 2009, 22:49