Ein Hemd zu kaufen ist ziemlich einfach. Entweder wählt man die Größe M,L, oder XL als junger Kerl. Diese einfache Maßangabe muss ein Mann erfunden haben, denn so kann man auch online schnell das passende Hemd finden und bestellen.
Doch dann gibt es noch die “anderen” Konfektionsgrößen. Bei Sakkos gibt es kein “M” mehr, sondern Zahlen von 46-60+ als Aufnäher im Kragen. Das muss wohl an verschiedenen Faktoren wie Schulterbreite, Armlänge etc. liegen, aber richtig einfach wird es dadurch nicht. Zudem muss man erst einmal seine Konfektionsgröße wissen und sich wie eine Pin-Nummer über die Jahre einprägen.
Mittlerweile habe ich auch diese Nummer im Hirnareal für Männermode abgespeichert. Ganz schlimm wird es allerdings bei Hosen und Jeans. Ich habe nicht unbedingt die Stelzen von Nadja Auermann und daher ist es schon einmal gar nicht so einfach eine Hose im Maß 34/30 zu finden. 34 beschreibt dabei die Bundweite und 30 die Länge. Vertauscht man die Nummern gedanklich, so wirkt der Bauch noch viel dicker als so schon! Es ist nicht leicht!
Warum es aber zudem noch bei Hosen eine zweite Maßeinheit gibt versteht wohl nur der liebe Modepapst. Auch hier gibt es eine simple Zahl als Größeneinheit!? Wieso? Will da jemand in der Herrenabteilung große Verwirrung stiften? Anscheind muss diese Zahl etwas mit der Größe von Sakkos etc. zu tun haben. Ich meide diese Hosen auf jeden Fall und überlasse sie den älteren Herren.
Viel schlimmer als die verwirrenden Größen und Maßeinheiten ist aber der neue Modetrend in Sachen Jeans. Wurde vor einigen Jahren der “Used-Look“ populär, so gibt es heute fast keine normalen Jeans mehr! Jede Jeans ist verwaschen, übersäht mit Löchern, Knöpfen und mit lauter modischen Flicken zum Stylingprodukt gepimpt worden!
Ich habe sogar einige dieser Modelle anprobiert, denn man will als “Fashionstar” naütrlich mit der Zeit gehen, doch sieht man damit vorm Spiegel immer wie Player51 aus der Dorfdisse von nebenan aus. Sofern überhaupt noch Gesäßtaschen vorhanden sind, so pranken darauf die Initialen von imaginären Gangster-Rappern und selbst auf Männerjeans kann man Glitzerkram auf dem Arsch entdecken. Furchtbar!
Nach viel Suche habe ich dann doch noch passende Hosen gefunden. Natürlich im “Used-Casual-Slim-Fit-Stretch-Young-Hip-Design” von der C&A Eigenmarke “Angelo Litrico”. Mir wäre der C&A Aufnäher fast lieber, denn jeder halbwegs intelligente Menschen weiß doch mittlerweile, dass hinter Angelo Litrico einfach nur das preiswerte Modekaufhaus steckt.
Irgendwie hasse ich das Shoppen mittlerweile, da klassische Schnitte und Mode selten zu finden sind. Bei H&M wird man meistens noch fündig, aber dort habe ich in meinem ganzen Leben noch nie “richtige” Farben gesehen. H&M hat keine roten Hemden. Es gibt ein verwaschenes rot, ein used-rot, ein lila-rot… . Kräftige Farben sind wohl zu teuer für die Massenproduktion.
Sollte mal Modefirmen anschreiben, ob sie mich nicht für die Show einkleiden wollen. Dann erspare ich mir das Geshoppe!
Bildquellen: sxc.hu ; C&A Shop



























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